Sport : Charles Friedek darf zu Olympia

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Athen Da waren es nur noch zwei. Der Diskuswerfer Lars Riedel und die 800-Meter-Läuferin Claudia Gesell müssen noch die Teamchallenge am kommenden Wochenende in München abwarten, ehe das Nationale Olympische Komitee für Deutschland (NOK) darüber entscheidet, ob sie noch zu den Olympischen Spielen nach Athen mitfahren dürfen. Die beiden haben zwar die Olympianorm erfüllt, müssen aber nach ihren Verletzungen einen Gesundheitsnachweis erbringen. Ein Kollege aber muss nicht mehr zittern: Der Dreispringer Charles Friedek hat vom NOK die Erlaubnis zur Teilnahme an den Olympischen Spielen in Athen erhalten.

Das NOK bestätigte am Mittwoch nach Rücksprache mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) und dem Bereich Leistungssport des Deutschen Sportbundes (DSB) die Nominierung des 32-jährigen Leverkuseners. Damit bleibt es bislang bei der deutschen Mannschaftsstärke in Athen von 453 Sportlern und Sportlerinnen.

Der ehemalige Dreisprung-Weltmeister von 1999 hatte bei den deutschen Meisterschaften Mitte Juni in Braunschweig aus Verletzungsgründen passen müssen. Zuvor aber hatte er die Olympianorm schon zweimal erfüllt. Bei seinem Comeback am vergangenen Sonntag in Leverkusen sollte er noch einen Gesundheitstest nachweisen. Doch der 32-Jährige hielt wie schon vor einer Woche dem Druck nicht stand. In den ersten fünf Versuchen übertrat er, im sechsten sprang er mit einer verunglückten Technik auf 14,07 Meter. Mit 17,40 Metern steht Friedek in diesem Jahr auf dem achten Platz der Weltrangliste.

Trotz der indiskutablen Leistung vom Wochenende sagte Vizepräsident Rüdiger Nickel vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV). „Er hat gezeigt, dass er fit und keinesfalls noch verletzt ist – auch jemand, der in guter Verfassung ist, kann einmal sechs ungültige Versuche verzeichnen.“ Das NOK scheint das ähnlich zu sehen. Tsp

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