Sport : Chinas Nationalmannschaft prüft die drei Berliner Zweitligisten

Berlin war 1917 die Geburtsstätte des Frauen-Handballs. Man erlebte glanzvolle Tage über Jahrzehnte, auch später in Ost und West. Nach dem Mauerfall 1989 glaubte man, durch den Zusammenschluß der Verbände erneut Spitzenteams herausbringen zu können. Das war nicht so, zu oft stand kleinkariertes Vereinsdenken im Wege. In der Saison 1999/2000 müssen an der Spree kleine Brötchen gebacken werden. Berlin ist nicht in der Ersten Bundesliga vertreten. Als Zweitligisten erproben sich die Berliner Verkehrsbetriebe, Gutsmuths/BTSV 50 und das Überraschungsteam von Tasmania/TuS Turn und Sport Neukölln.

Nach der Sommerpause machen die Handballerinnen international von sich reden. Dank der Städtepartnerschaft Berlin - Peking kommt es zum dritten Mal zu Gastspielen der Weltklasse darstellenden Nationalmannschaft Chinas. Dabei stehen die drei Berliner Klubs ernsthaft auf dem Prüfstand.

"China ist als WM-Dritter zur Vorbereitung auf die nächste Weltmeisterschaft in Norwegen auf Deutschlandtournee", erläuterte Handball-Verbandschef Hennig Opitz. BVB-Trainer Rüdiger Bones sagte zu den Saisonaussichten seines Teams: "Alles andere als der Wiederaufstieg wäre für uns eine Katastrophe." Von Gernot Funk, dem Trainer von GutsMuths/BTSV 50, war zu hören: "Wir konnten auf Grund der Finanzen nur 13 Spielerinnen verpflichten." Ähnlich sprach Tasmanias Trainer Peter Herzfeld: "Einen Überraschungscoup wird uns die Konkurrenz nicht mehr erlauben. Mit der Ersten Bundesliga können wir nicht flirten." Am 24. August spielt Tasmania/TuS Neukölln, am 25. August die BVB und am 26. August GutsMuths/BTSV gegen China.

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