• Chris Kaman ist da – und spielt nicht Debüt des Basketballstars wohl erst am Freitag

Sport : Chris Kaman ist da – und spielt nicht Debüt des Basketballstars wohl erst am Freitag

Martin Sonnleitner

Hamburg - Gestern um 13.15 Uhr begann eine neue Zeitrechnung im deutschen Basketball. Es betrat ein 2,13 Meter großer blonder Hüne die Hamburger Color Line Arena. Nein, es war nicht Dirk Nowitzki, ein anderer Star aus der nordamerikanischen Profiliga NBA gab sich die Ehre. Chris Kaman, Center der Los Angeles Clippers, erreichte frisch eingeflogen aus den USA die Halle und seine neuen Mitspieler. Seit einer Woche ist Kaman eingebürgerter Deutscher, und seit gestern nun auch Mitglied der deutschen Nationalmannschaft.

Nicht nur Bundestrainer Dirk Bauermann hoffte, dass Kaman schon am Abend beim ersten von zwei Härtetests gegen das Topteam aus Kanada auflaufen würde. Doch obwohl sämtliche übrigen Formalien bereits erledigt sind, fehlt noch die letzten medizinische Versicherungsbestätigung aus den USA, weshalb der erste Einsatz Kamans noch nicht möglich war. Er wurde von den 6744 Zuschauern trotzdem mit stürmischem Beifall empfangen. Als die deutsche Nationalhymne erklang, stand Kaman ganz ruhig da. Kurz vor der Pause diskutierte er schon intensiv mit Bauermann. Kaman ist ein Führungsspieler, er stand bei den LA Clippers 310 Mal in der „starting five“. „Er soll Dirk Nowitzki in dieser Rolle entlasten“, fordert Bauermann von dem sehr beweglichen 120-Kilo-Koloss, der vor dem Spiel schon auf das offizielle Mannschaftsfoto rückte, am Freitag soll er gegen Kanada dann auch mitspielen dürfen.

„Alle freuen sich, weil er uns helfen wird, ein großes sportliches Ziel zu erreichen“, sagte Bauermann. Schließlich will sich die Nationalmannschaft beim Turnier in Athen nächste Woche noch für die Olympischen Spiele qualifizieren. Der entscheidende Tipp war von Nowitzki gekommen, dem ein Journalist von Kamans deutschen Wurzeln, einer Urgroßmutter, erzählt hatte. Kaman war begeistert von der Idee, ins deutsche Nationalteam zu rücken.

Das spannende Spiel gegen Kanada ging nach zumindest kämpferisch überzeugender Leistung mit 86:91 (33:40) verloren. Bester Werfer war Nowitzki mit 33 Punkten. Einen starken Reboundspieler kann das Team noch gut gebrauchen. Martin Sonnleitner

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