Sport : Christian Fiedler Wie Herthas Torwart gegen Frankfurt spielte

Stefan Tillmann

Die dritte Minute verspricht viel. Ecke von rechts: Der 1,80 Meter große Torwart kommt ungern aus dem Tor. Diesmal reichen drei Schritte, er pflückt den Ball herunter und leitet mit einem scharfen Abwurf auf Gilberto fast eine Chance Herthas ein. Dann wird es ruhig um Fiedler. Er schlendert durch den Strafraum, guckt seinen 21 Kollegen zu, die sich 40 bis 60 Meter vor ihm den Ball zuschieben, der über den Rasen holpert. Nach zwölf Minuten wird selber unruhig: Bei einer Ecke für Hertha schreitet der Torwart 30 Meter aus dem Tor heraus und brüllt Gilberto zurück. Im Gegenzug landet er das erste Mal auf dem Rasen, den Flachschuss von Benjamin Köhler aus zwölf Metern hält er gut. Auch mit Markus Weissenbergers Schuss aus 18 Metern hat er keine Probleme.

Das Warten auf Bewährung beginnt, Fiedler steht in der Kritik. Doch Frankfurt ist zu schwach im Abschluss: Alexander Meiers Flanke von rechts kullert drei Meter vor seinem Tor vorbei ins Seitenaus. Patrick Ochs, Benjamin Huggel und Naohiro Takahara schießen übers Tor oder daran vorbei. In der zweiten Hälfte darf er hechten: In der 47. Minute rennt er raus, fischt mit seiner linken Hand den Ball von Weissenbergers Füßen. Danach hat er Glück, als eine ähnliche Abwehr bei Köhler und im Tor landet, dieser aber im Abseits steht. Chris und Michael Thurk schießen danach dreimal übers Tor. Fiedler kann sich kaum auszeichnen, weil zu wenig aufs Tor kommt. Am Ende fliegt ihm noch eine verunglückte Kopfballrückgabe in die Arme. Fiedler darf sich beglückwünschen lassen. Er hat immerhin zu Null gespielt.

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