• Christian Wörns gehört verletzungsbedingt nicht zum Aufgebot der Nationalelf, auch Wosz muss zittern

Sport : Christian Wörns gehört verletzungsbedingt nicht zum Aufgebot der Nationalelf, auch Wosz muss zittern

Mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Christian Wörns ist die Hoffnung von DFB-Teamchef Erich Ribbeck auf eine EM-Wunschbesetzung geplatzt. "Die Absage ist bitter, denn er gehörte zum festen Kreis der 22 EM-Kandidaten", sagte Ribbeck, der am kommenden Montag in der Frankfurter DFB-Zentrale sein Aufgebot für die EM (10. Juni bis 2. Juli) in Belgien und den Niederlanden benennen will. Wie eine Kernspintomographie ergab, erlitt der 28 Jahre alte Dortmunder im Derby gegen Schalke 04 einen Innenbandabriss im rechten Knie. Dagegen mehren sich bei Jens Jeremies (Schlüsselbeinbruch) und Christian Ziege (Leistenbeschwerden) die Zeichen für eine rechtzeitige Genesung. "Ich gehe davon aus, dass beide mit zum Trainingslager nach Mallorca gehen werden", sagte Ribbeck.

Nach dem EM-Aus für Wörns sind die Chancen des Bremers Frank Baumann auf eine Nominierung sprunghaft gestiegen. Eine weitere Alternative für den Defensivbereich ist Mustafa Dogan von Fenerbahce Istanbul. Darüber hinaus ist in Ribbeck EM-Aufgebot wohl nur noch die Besetzung im zentralen offensiven Mittelfeld vakant, wo lediglich Mehmet Scholl gesetzt ist. Thomas Häßler, Darisuz Wosz und Stefan Beinlich sind die Kandidaten für nur noch zwei freie Plätze. Ribbeck erklärte am Montag, dass er derzeit die Pro und Contra eines Comebacks von Häßler prüfe, der nach sportlichen Gesichtspunkten klar vor Wosz liegt. Dem Berliner könnte die undankbare Rolle als EM-"Härtefall" drohen. Mitkonkurrent Beinlich präsentierte sich zuletzt in deutlich besserer Verfassung. Außer Frage indes steht die EM-Berufung von Herthas Jungstar Sebastian Deisler, der nach auskurierten Leistenproblemen die Formüberprüfung mit Bravour bestand: "Er stand für mich immer als einer von 22 EM-Teilnehmern fest."

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