• CHRISTIAN WULFF macht in Südafrika auf sich aufmerksam: Der Bundestrainerpräsident

CHRISTIAN WULFF macht in Südafrika auf sich aufmerksam : Der Bundestrainerpräsident

Spät am Abend, auf dem WM-Podest in Port Elizabeth, rückten sich die Funktionäre und Staatschefs noch einmal schön ins Rampenlicht, auch wenn es nur die Siegerehrung nach dem Spiel um Platz drei war. Ein kleiner Knuff hier, ein nettes Wort da, Fifa-Boss Joseph Blatter hielt die Medaillen in den Händen, Südafrikas Präsident Jacob Zuma lachte, und Bundespräsident Christian Wulff, 51, plauderte kurz und herzlich mit Per Mertesacker. Der deutsche Nationalspieler ist in Hannover geboren, dort war ja auch Herr Wulff nicht ganz untätig.

Seit anderthalb Wochen ist Wulff nun Präsident der Bundesrepublik Deutschland, deshalb musste er wohl auch noch mal am allerletzten Tag im Hotel des deutschen Teams vorbeischauen, wo die Kühlschränke schon leer waren und die Koffer gepackt. Man könne stolz sein auf diese Mannschaft, „sie waren die besten Botschafter“, sagte Wulff, ja, diese Nationalmannschaft sei „stilbildend“, davon könne sich die Politik ruhig etwas abschauen, daher: „Gratulation!“ Und Wulff vergaß nicht, die Gastgeber zu loben: „Glückwunsch an Südafrika und den Kontinent. Es war eine großartige Ausrichtung des Turniers.“ Nun, im Hotelnebentrakt des WM-Quartiers waren zwar kaum noch Kameras aufgebaut, weil viele schon auf dem Weg waren zum Check-in am Flughafen, doch eine Neuigkeit hatte der Bundespräsident dann doch noch zu verkünden: Die Spieler erhalten zum nächsten Länderspiel in Berlin im Schloss Bellevue das Silberne Lorbeerblatt, für Joachim Löw gibt es sogar das Bundesverdienstkreuz. Der Bundestrainer nickte und versuchte ein Lächeln, allerdings war Löw noch immer erkältet, deshalb hatte er Wulff auch nicht ganz so innig umarmt am Vorabend auf dem WM-Treppchen von Port Elizabeth. Die Verleihung der Auszeichnungen wird nun vor dem Qualifikationsspiel zur Fußball-Europameisterschaft 2012 gegen die Türkei stattfinden, das am 8. Oktober im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird. Ob Löw dann noch Trainer ist? Erst einmal ging’s für alle Beteiligten zum Flughafen und dann weiter in den Urlaub. Wulff musste dagegen dienstlich weiter: zum WM-Finale.André Görke, Pretoria

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