Christoph Daum im Interview : "Ich habe alles versucht"

Trainer Christoph Daum spricht im Interview mit Tagesspiegel Online über seine Mission bei Eintracht Frankfurt und den Abstiegs seines Klubs.

Ron Ulrich

Wie konnte es passieren, dass Frankfurt seine Führung noch verspielt?

Ich habe mich auch gewundert, warum die Mannschaft nach der Führung so offen gespielt hat. Aber sie hat sich wohl von der Euphorie zu sehr tragen lassen. Ich habe noch reingerufen: Jungs, wartet doch auf die Konter!

Was bedeutet der Abstieg für Sie persönlich?

Ich bin natürlich enttäuscht. Aber aus meiner Sicht habe ich alles versucht und habe frischen Wind in die Mannschaft gebracht, trotz der angespannten personellen Situation. Ich werde jetzt alles tun, um Heribert Bruchhagen zu unterstützten. Denn er ist ein sehr guter Mensch und das Herzstück von Eintracht Frankfurt.

Gehen Sie mit Eintracht Frankfurt in die Zweite Liga?

Ich will erstmal 24 Stunden Abstand gewinnen. Dann werde ich mich am Montag mit Heribert Bruchhagen treffen. Mein Vertrag läuft noch bis 30. Juni, aber es muss jetzt schnell eine Entscheidung getroffen werden.

Welche Zukunft besitzt Eintracht Frankfurt?

Die Spieler müssen jetzt 10 Tage komplett den Kopf freibekommen. Auch weil man in der nächsten Saison in der Zweiten Liga so früh wieder anfangen muss. Das Potenzial zum Wiederaufstieg ist da, der Verein fällt nicht ins Bodenlose, weil Heribert Bruchhagen schon länger zweigleisig plant. 

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