Sport : Comeback in Berlin

Das deutsche Rugby-Team will zurück nach oben.

Amir Addin

Berlin - Der erste Körperkontakt des Spiels war auch sein letzter. Dann fiel nur noch ein lauter Schrei. Samy Füchsel musste schon in den Anfangsminuten des Länderspiels gegen Schweden im April vom Platz getragen werden. Die erschreckende Diagnose: eine komplizierte Beinfraktur. Ein halbes Jahr später ist der bullige Jungnationalspieler wieder genesen und steht im Aufgebot der deutschen Rugby-Nationalmannschaft für das Spitzenspiel gegen Polen. Für den gebürtigen Berliner ist das Comeback in der Heimat der erste Schritt zurück in eine hoffnungsvolle Nationalmannschaftskarriere. „Es ist schön, an den Ort zurückzukehren, wo alles begann“, sagt der 21-Jährige, der in Zehlendorf mit Rugby anfing und mittlerweile für den Heidelberger RK spielt.

Normalerweise sind Heidelberg und Hannover die Spielstätten des deutschen Teams. Nach mehr als einem Jahr ist Berlin wieder Austragungsort für ein Rugby-Match der nichtolympischen Union-Variante. Es ist gleich ein Spitzenspiel um den Gruppensieg im European Nations Cup. Erwartet werden heute um 14.30 Uhr im Sportforum Hohenschönhausen 2500 Zuschauer, für die es Livemusik und einen Rugby-Flohmarkt gibt.

Mit einem Sieg käme Deutschland dem großen Ziel nahe, dem Wiederaufstieg in die Division 1, der zweithöchsten Spielklasse im europäischen Rugby. Die Chancen stehen gut. Mit bisher fünf Siegen und nur einer Niederlage ist das Team Tabellenführer. Die einzige Niederlage gab es gegen den Verfolger Polen. Nicht nur Rückkehrer Füchsel will sich also heute beweisen. Amir Addin

0 Kommentare

Neuester Kommentar