Sport : Comeback in Ingolstadt

Nach sieben Monaten spielt Eisbären-Profi Sven Felski wieder

Claus Vetter

Berlin. Es war ein Moment, an den Sven Felski sich nicht gern erinnert. Der Berliner hatte bei der Eishockey-WM in Finnland recht ordentliche Auftritte in der Nationalmannschaft gehabt – bis zum letzten Spiel der Zwischenrunde. Am 6. Mai war für den Stürmer die WM beim 2:2 der Deutschen gegen Finnland jäh beendet. Felski verdrehte sich das Knie, Diagnose: Kreuzbandriss.

Fast sieben Monate sind seitdem vergangen. Der Stürmer vom EHC Eisbären hat versucht, über Finnland „nicht weiter nachzudenken“. Nicht immer hat der Verdrängungskampf funktioniert: „In den ersten drei Monaten war das nicht so schwer, denn die Saison war ja sowieso beendet.“ In den jüngsten Wochen allerdings wurde der 29-Jährige dann doch ein wenig ungeduldig. „Natürlich will man da wieder mitmischen“, sagt Felski. „Schließlich haben wir in dieser Saison auch noch eine bessere Mannschaft als in der vergangenen.“

Heute, beim Auswärtsspiel des Tabellenführers der Deutschen Eishockey-Liga in Ingolstadt, versucht sich Felski erstmals seit der langen Pause – mit einer Schiene am Knie und der Furcht vor zu großen Erwartungen. „Ich bin jetzt erst seit fünf Wochen wieder auf dem Eis. Zehn Spiele brauche ich bestimmt, bis es wieder läuft.“ Ein wenig mulmig ist Sven Felski vor dem Comeback nämlich: „Wenn ich da rumrenne wie eine Flitzpiepe, dann werde ich derjenige sein, der am meisten enttäuscht ist.“

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