Comeback : Tiger Woods spielt und verursacht Blockaden

Der amerikanische Golf-Superstar Tiger Woods feiert sein Comeback in Tucson.

Petra Himmel[Tucson]
Woods
Tiger Woods -Foto: AFP

„Nichts hat sich geändert. Es geht immer noch um den Sieg“, sagt Tiger Woods nur kurz. Für den US-amerikanischen Star- Golfer ist die Welt auch nach acht Monaten Abwesenheit gleich geblieben. Er ist nach wie vor die Nummer eins der Weltrangliste. Auf der Anlage von Dove Mountain in Tucson, wo gestern (nach Redaktionsschluss dieser Ausgabe) die mit 8,5 Millionen Dollar dotierten World Golf Championships begonnen haben, dreht sich fast alles um ihn. Seine pure Turnier-Anwesenheit führt zu einem Anstieg der Fernseheinschaltzahlen um 60 Prozent. 500 Journalisten haben sich akkreditiert, insgesamt 180 Fernsehstationen oder Zeitungen sind vor Ort in Arizona.

Nach der Geburt seines Sohnes Charlie ist Woods bester Dinge. Der doppelte Schienbeinbruch und die Operation am linken Kreuzband sind beinahe vergessen. „Meine Knochen sind nicht mehr ständig in Bewegung. Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl“, sagt Woods. Selbstzweifel hinsichtlich seines Könnens verspürt der 33-Jährige nicht. „Ich hoffe mal, dass ich mich schnell in die Runde einfinde“, kündigte er vor seinem Erstrundenmatch gegen den Australier Brendan Jones an.

Jones, einer von 64 Spielern, die bis Sonntag über 18 Löcher Mann gegen Mann antreten und nach fünf Runden das Finale über 36 Löcher erreichen können, wird sich derweil so seine Gedanken gemacht haben über seinen ersten Gegner. Die Rückkehr von Titelverteidiger Woods bedeutet für alle vor allem eines: erfolglose Zeiten. Dass die Anwesenheit des 14-maligen Majorsiegers bei so manchem Gegner für psychologische Blockaden sorgt, ist bekannt. Ob das auch bei Martin Kaymer aus Mettmann, dem einzigen Deutschen im Feld, so sein wird, ist offen. Die Aussichten von Kaymer, der im Winter in Arizona trainiert und deshalb mit dem Klima und den Platzverhältnissen in Dove Mountain vertraut ist, sind schwer zu beurteilen. Die bisherige Saisonbilanz des 24-Jährigen ist glänzend: Zweiter in Abu Dhabi und Vierter in Dubai. Damit hat er sich auf Rang 21 der Weltrangliste vorgeschoben. Wie viel diese Form wert ist, muss er in der ersten Runde gegen den Australier Stuart Appleby beweisen. Auf Tiger Woods kann Kaymer erst im Finale treffen.

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