Cottbus : Energie bleibt ganz unten

Trotz 2:0-Führung schafft Cottbus mit dem neuem Trainer Prasnikar nur ein 2:2 gegen Frankfurt.

Cottbus
Energie-Trainer Prasnikar: "Wir haben zu viele Fehler gemacht." -Foto: ddp

Cottbus - Auch mit dem neuen Trainer Bojan Prasnikar ist Energie Cottbus der erste Bundesligasieg verwehrt geblieben. Zwei Tage nach seiner Verpflichtung führte der Slowene das Tabellenschlusslicht am Sonntag trotz einer 2:0-Führung nur zu einem 2:2 (2:0) gegen eine sich in der zweiten Halbzeit steigernde Frankfurter Mannschaft.

Der Bulgare Dimitar Rangelow hatte die Cottbuser im ersten Heimspiel nach der Beurlaubung von Petrik Sander mit seinen ersten beiden Bundesliga-Treffern in Führung gebracht (7. und 18. Minute). Angreifer Ioannis Amanatidis rettete den Gästen vor 14 290 Zuschauern ebenfalls mit zwei Treffern noch einen durchaus verdienten Punkt.

„Wir hatten ein Problem mit der Kraft und haben zu viele Fehler gemacht“, sagte Prasnikar nach dem Spiel. Der 54-Jährige war vor dem Anpfiff von den Energie-Fans mit Beifall begrüßt worden. Die nach Sanders umstrittener Entlassung angekündigten Fan-Aktionen blieben bis auf einige Plakate aus. Prasnikar änderte die Startelf im Vergleich zum 0:5-Debakel in München auf einer Position. Christian Bassila wurde ins defensive Mittelfeld beordert, der offensive Jiayi Shao musste seinen Platz räumen. Prasnikars Konzept der verstärkten Defensive ging zunächst auf. Schon nach gut fünf Minuten bediente der hinter den Spitzen spielende Ervin Skela herrlich Dimitar Rangelow, der den Frankfurter Torwart Markus Pröll mit einem Schuss ins kurze Eck überraschte. Elf Minuten später verstolperte Frankfurts Innenverteidiger Marco Russ den Ball im eigenen Strafraum, Dennis Sörensen bediente Sturmpartner Rangelow und der Bulgare schob mühelos zum 2:0 ein.

Trotz der Führung blieb das Spiel der Cottbuser fehlerhaft. Bojan Prasnikar strich sich bei den vielen Unkonzentriertheiten seines Teams immer wieder verärgert übers Gesicht. Doch die Frankfurter konnten die Schwächen zunächst nicht nutzen. „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht erstligareif“, schimpfte der Frankfurter Stürmer Amanatidis. Erst nach der Pause schöpften die Gäste Hoffnung. Einen Schuss von Michael Thurk faustete Torwart Tomislav Piplica vor die Füße von Amanatidis und der Grieche vollstreckte sicher. Nachdem Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer in der 69. Minute Rangelow noch einen Elfmeter verweigert hatte, entschied er zehn Minuten später auf der Gegenseite nach dem Einsteigen von Igor Mitreski gegen Thurk auf Strafstoß. Ioannis Amanatidis verwandelte sicher und verdarb Trainer Bojan Prasnikar so die Premiere. dpa

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