Sport : Cottbus führt und verliert

Bielefeld schlägt den Aufsteiger 3:1

Richard Leipold

Bielefeld - Vor zwei Wochen hatte Arminia Bielefeld die ganze Bundesliga mit einem Heimsieg über Bayern München ins Staunen versetzt. Die Fußballprofis von Energie Cottbus blieben davon jedoch unbeeindruckt. Die Lausitzer, die gut in die Saison gestartet sind, gingen die Partie in Bielefeld forsch, beinahe frech an. Ihre Leistung hatte nur einen Makel. „Wir haben artig Geschenke abgeliefert“, sagte der Cottbuser Trainer Petrik Sander. 3:1 (0:1) gewannen nämlich die Bielefelder. „Wir waren nicht mehr in der Lage, das Spiel in der zweiten Halbzeit zu drehen“, sagte Sander. Eine ordentliche Leistung nach der Pause reichte den Ostwestfalen zum am Ende noch klaren Sieg.

Der Cottbuser Vlad Munteanu hatte den Aufsteiger in Führung und Bielefeld in Bedrängnis gebracht. Nach dem Rückstand kam die Heimelf zwar zu vereinzelten Chancen, aber noch nicht ins Spiel. Bei ihren pfeifenden Fans weckte die Arminia sogar die Befürchtung, es könnte ähnlich schlecht laufen wie vor einer Woche in Bochum, wo die Mannschaft einem schwachen Gegner die drei Punkte in der zweiten Hälfte förmlich aufgedrängt hatte. „Wir hätten zur Pause 3:0 oder sogar 4:0 führen müssen“, behauptete Petrik Sander unwidersprochen.

Die Sorge der zur Pause wütenden Arminia-Fans erwies sich als unbegründet. Obwohl Trainer Thomas von Heesen nur einen Spieler austauschte, kickten die Bielefelder fortan so, als wäre eine komplett neu formierte Elf auf dem Platz. Wie schon gegen Bayern wurde die zweite Halbzeit im Bielefelder Stadion zum Erlebnis. Kurz nach dem Seitenwechsel gab der lange verletzte Zuma, der sein erstes Saisonspiel bestritt, mit seinem Tor das Zeichen zum Aufbruch (48.). Fortan strebte die Mannschaft unwiderstehlich dem zweiten Saisonsieg entgegen. Nach den Toren von Wichniarek (62.) und Masmanidis (74.) war den anfangs so selbstbewussten Cottbusern die Freude vergangen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben