Sport : Cottbus sieht sich in dieser Saison stärker

Karsten Doneck

Cottbus - Für den Fall, dass gar nichts mehr geht, ist Bojan Prasnikar gerüstet. „Bei mir steht immer ein Koffer bereit“, sagt der Trainer des FC Energie Cottbus mit süffisantem Lächeln. Eine Trainerentlassung zieht beim FC Energie natürlich aktuell keiner in Erwägung. Prasnikar gilt als Held, nachdem er in der vorigen Saison nach erfolgreicher Aufholjagd mit der Mannschaft die Klasse gehalten hat. Doch diesmal soll es schon ein kleines bisschen mehr sein. „Eigentlich müssten wir besser sein als in der vorigen Saison, denn wir haben die Mannschaft zusammengehalten und sie verstärkt auf den Positionen, auf denen es nötig war“, sagt Steffen Heidrich, der Manager.

Acht neue Spieler präsentierte der FC Energie seinen Fans gestern zum Trainingsauftakt für die neue Saison, von A wie Cagdas Atan von Trabzonspor bis P wie Philipp Pentke vom FC Augsburg. Die Folge: Mit 32 Spielern haben die Cottbuser nunmehr einen arg aufgeblähten Kader. Zumindest Efstathios Aloneftis konnte gestern noch schnell an den Mann gebracht werden: Er kehrt zu seinem Heimatklub Omonia Nikosia zurück, gegen Zahlung „einer vernünftigen Ablöse“, wie Heidrich betont.

Der Kader soll weiter reduziert werden. Für Burca, Ipsa, Bassila und Shao werden Interessenten gesucht. Trainer Prasnikar beunruhigt das Massenaufgebot an Spielern vorläufig nicht. Er setzt auf eine Art Selbstreinigungsprozess. „Zu Anfang“, sagt er, „sind das immer zu viele, das werden dann aber nach und nach weniger.“ Ärger zugezogen hat sich freilich schon vor Trainingsbeginn Timo Rost. Der Kapitän, der mit seinen Abwanderungsgedanken in Richtung Nürnberg während der Sommerpause reichlich Unterhaltungsstoff bot und nun wegen seines Vertrages bis 2010 doch bleibt, hatte medial angemahnt, die Cottbuser müssten sich noch mehr verstärken. Heidrich reagiert sauer: „Er soll überlegen, was er sagt. Jeder soll sich bei uns auf seine Aufgabe konzentrieren.“ Rost wird nun in Kürze bei Heidrich zum Rapport antreten müssen. Karsten Doneck

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