Sport : Dänemark fängt Portugal ab

Schweden fährt als bester Gruppenzweiter zur EM

Eins zu zwei. Portugals Cristiano Ronaldo konnte sich gegen die Dänen Silberbauer (l.) und Jorgensen nicht durchsetzen. Foto: AFP
Eins zu zwei. Portugals Cristiano Ronaldo konnte sich gegen die Dänen Silberbauer (l.) und Jorgensen nicht durchsetzen. Foto: AFPFoto: AFP

Berlin - Wenn sich der Hamburger SV nicht schon längst auf Thorsten Fink als Trainer festgelegt hätte (siehe unten), dann hätte es am Dienstagabend die nächste Absage gehagelt. Denn Morten Olsen, lange als HSV-Kandidat gehandelt, fing mit der dänischen Nationalmannschaft überraschend Portugal als Gruppenerster ab und hat bis nächsten Sommer etwas vor, denn er ist direkt für die EM qualifiziert. Durch den 2:1-Sieg in Kopenhagen schickten die Dänen die Südeuropäer um Starstürmer Cristiano Ronaldo in die Play-offs. Michael Krohn-Dehli und Nicklas Bendter trafen für die Dänen, Ronaldo gelang in der Nachspielzeit nur noch das 1:2. Hätte Norwegen nicht im direkten Vergleich schlechter abgeschnitten, hätten die punktgleichen Skandinavier nach ihrem 3:1-Sieg gegen Zypern Portugal sogar noch von Platz zwei verdrängt.

Diese Position reichte Schweden in der Gruppe E, um sich als bester Zweiter für das Turnier in Polen und der Ukraine zu qualifizieren. In Solna brachten die Gastgeber den bereits qualifizierten Niederländern beim 3:2 die erste Niederlage nach neun Siegen bei. Kim Källström, Sebastian Larsson und Ola Toivonen waren für die Schweden erfolgreich, der Schalker Klaas-Jan Huntelaar und Dirk Kuyt hatten die Gäste zwischenzeitlich in Führung gebracht.

Auch andernorts war es knapp. Frankreich holte durch einen umstrittenen Elfmeter noch ein 1:1 gegen Bosnien-Herzegowina und verteidigte damit Platz eins in der Gruppe D. Die von Giovanni Trapattoni trainierten Iren fingen das Überraschungsteam Armenien mit einem 2:1 noch vom zweiten Platz in der Gruppe B ab und qualifizierten sich für die Play-offs.

Russland holte in der Gruppe beim 6:0 gegen Andorra den ungefährdeten Sieg, um die direkte Qualifikation sicherzustellen. Selbiges gelang Griechenland in der Gruppe F, allerdings gewann der Europameister von 2004 erst in letzter Minute 2:1 gegen Georgien, dank eines Treffers von Angelos Charisteas. Kroatien (2:0 gegen Lettland) muss damit den Umweg über die Play-offs gehen, wie auch Estland in der Gruppe F, das von Serbien (0:1 in Slowenien) nicht mehr überholt wurde.

Spanien war längst qualifiziert, doch wollte der Welt- und Europameister nicht hinter Deutschland zurückstehen: Nach dem 3:1 gegen Schottland (das Platz zwei an die Tschechen, die in Litauen 4:1 siegten, verlor) haben auch die Spanier alle ihre Spiele gewonnen. Tsp

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