Sport : Daheim im Vorteil

Motorrad-Pilot Stefan Bradl geht auf dem Sachsenring aus der aussichtsreichen dritten Position ins Rennen

Hohenstein-Ernstthal - Die Poleposition verfehlte Stefan Bradl zwar, doch mit dem Erreichen des Minimalziels nahm er sich selbst den größten Druck. Der Zahlinger Motorrad-Pilot wird am Sonntag beim Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring von Position drei in das Rennen der 125-ccm-Klasse starten. Damit hat er alle Möglichkeiten, als erst dritter Deutscher auf dem Sachsenring einen Podestplatz einzufahren. Und auch Sandro Cortese liegt in Lauerstellung. Der Berkheimer verbesserte sich am Samstag im zweiten Zeittraining von Platz 17 noch auf Rang neun.

„Ich war sehr nervös vor diesem Qualifying, wahrscheinlich, weil es ums Heimspiel geht. Ich wollte eigentlich weiter nach vorn, aber man muss auch mal mit einem dritten Platz zufrieden sein“, sagte Bradl. Er musste Weltmeister und Vorjahressieger Gabor Talmacsi (Ungarn/Aprilia) um 0,369 Sekunden und dem Briten Bradley Smith (Aprilia) um 0,276 Sekunden den Vortritt lassen.

Der Aprilia-Pilot Bradl musste sich am Samstag den dritten Platz hart erkämpfen, denn lange Zeit lief nichts zusammen. „Erst mit dem zweiten Reifen war ich zufrieden.“ Als Favorit sieht er den Ungarn Talmacsi: „ Er startet von der Pole, hat einen guten Rhythmus und die größte Erfahrung“, sagte Bradl und ergänzte: „Mein Vorteil könnte der Heimvorteil sein. Vom dritten Platz ist alles möglich.“

Auch Bradls Markenkollege Sandro Cortese atmete durch. „Am Freitag lief nichts mit der Fahrwerkseinstellung. Und heute kam eine defekte Kupplung hinzu“, berichtete der 18-Jährige. Erst kurz vor Schluss drehte er auf. „Wenn ich nicht im Pulk festgesteckt hätte, wäre sogar noch mehr möglich gewesen. Aber egal: Ich stelle mir keine Ziele, sondern schaue im Rennen, was geht“, sagte der WM-Zehnte.

In der höchsten Klasse MotoGP, die ohne deutsche Beteiligung über die Bühne geht, startet Weltmeister Casey Stoner (Ducati) von der Poleposition. Der Australier setzte sich deutlich vor dem Spanier Daniel Pedrosa auf Honda und dem US-Amerikaner Colin Edwards (Yamaha) durch. Die erste Reihe in der Viertelliterkategorie bilden Marco Simoncelli (Italien/Gilera), Julian Simon (Spanien/KTM), Hector Barbera (Spanien/Aprilia) und Mika Kallio (Finnland/KTM). Toni Wirsing (Chemnitz/Honda), der mit einer Wildcard ins Rennen gehen darf, startet als 25. dpa

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