Sport : „Damit ist es jetzt auch gut“

Klaus Wowereit über Unions Vorwürfe

Herr Wowereit, wie fanden Sie das Derby an der Alten Försterei?

Mir hat’s gefallen. Es war ein spannendes Spiel mit einem gerechten Ergebnis. Leider hat Hertha nach dem 0:1 aufgehört zu spielen, sonst hätten sie hier gewonnen.

Sie sind ja Hertha-Mitglied.

Deswegen sage ich ja auch: leider. In der zweiten Halbzeit haben die Unioner aber leidenschaftlich gekämpft und sich den Ausgleich verdient.

Nach der Debatte um die gestundete Stadionmiete für Hertha BSC ist das vielleicht auch ein Ergebnis, das Sie erleichtert, oder?

Mal ehrlich: Ich fand diese Debatte blöd.

Union hat dem Senat Wettbewerbsverzerrung vorgeworfen.

Das war überflüssig. Aber nun hat es hier im Stadion eine gute Atmosphäre gegeben. Die Menschen haben gefeiert und waren begeistert. Damit ist es jetzt auch gut.

Haben Sie schon mit Unions Präsident Dirk Zingler gesprochen?

Nein, ich hab ihn hier noch gar nicht gesehen. Wenn ich ihn noch treffe, werde ich ihm sagen, dass der Senat auch Union unterstützt hat. Genauso, wie wir Hertha unterstützen.

Glauben Sie, dass Hertha BSC wieder in die Bundesliga aufsteigt?

Das hoffe ich. Aber dafür muss sich die Mannschaft steigern. Wenn Sie so spielen wie hier, dann wird das nichts.

Kommen Sie mal wieder zu Besuch in die Alte Försterei?

Ach, das ist ja immer eine Zeitfrage. Ich war in dieser Saison auch noch nicht bei Hertha im Olympiastadion. Jetzt bin ich hier in Köpenick und habe gleich beide Vereine gesehen. Das ist ja das Schöne.

Das Gespräch führte Robert Ide.

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