Sport : Dampf machen

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Norbert Thomma löst die Probleme von Hertha und der Deutschen Bahn

Irgendwie erinnert Dieter Hoeneß zunehmend an den Bahnchef Mehdorn, stimmt’s? Beide haben denselben Beruf: Manager. Und beide haben ähnliche Probleme. Hertha BSC und die Deutsche Bahn AG – zwei Firmen mit einem derzeit…, wie sagt man: bescheidenen HipFaktor? Positiv denkende Manager würden antworten: mit großer Tradition! Deshalb sollte Mehdorn die Bahn börsentauglich machen und Hoeneß die Hertha championsleaguetauglich. Das ist nicht so richtig gelungen, oder? Hertha kann am letzten Spieltag nur noch mit fremder Hilfe den Uefa-Cup erreichen, und auch bei der Bahn hat man das Gefühl, die Fahrgäste müssten die Züge schieben, um ans Ziel zu kommen.

Das ist natürlich ein Irrtum. Hoeneß und Mehdorn haben alles richtig gemacht. Mehdorn hat das neue Preissystem erfunden und Hoeneß mit Luizao und Alves das neue…, ja, was? Am Ende war alles nur teurer als früher, die Fahrkarten, die Spieler. Das Volk grummelte. Und die Manager erwiesen sich als zupackende Typen: Mehdorn hat die Stornogebühren reduziert und Hoeneß seine Kasse um den Posten Alves entlastet. So also sieht der Neuanfang aus.

Überhaupt sollte das Beispiel Bahn dem Dieter Hoeneß Mut machen. Wenn die Nackenschläge hammerhart werden, muss er sich nur wie Mehdorn hinstellen und poltern: Wir sind gut, aber das Publikum merkt es nicht! Wir haben nur ein Kommunikationsproblem, also entlasse ich Herthas Chef der Abt. Öffentlichkeitsarbeit. Warum schimpft Ihr über uns, schimpft doch mal über die Lufthansa…, pardon: über Tennis Borussia?! Und ruck, zuck verlängert Hertha seinem Manager um ein paar Jahre den Vertrag. In solchen Dingen ist ja sogar die Bahn ziemlich schnell.

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