Sport : Das bessere Ende

Die SCC-Volleyballer besiegen Innsbruck im Tiebreak

Karsten Doneck

Berlin - Der SC Charlottenburg mag es spannend. In der Champions League bevorzugt der Deutsche Volleyball-Meister offenbar Fünf-Satz-Spiele. Im fünften Gruppenspiel, diesmal gegen Tirol Innsbruck, ging der SCC zum vierten Mal in den Tiebreak. Wieder mit Erfolg. Der SCC gewann vor 1800 Zuschauern in der Sömmeringhalle mit 3:2 (25:20, 21:25, 25:23, 17:25, 15:12) – es war der dritte Sieg. Der Einzug in die nächste Runde ist nun greifbar nahe und wird sich im Heimspiel am 5. Januar gegen Spaniens Vertreter Almeria entscheiden.

Diesmal fehlte die Begeisterung und Unbekümmertheit, die den SCC in den vergangenen Spielen so stark gemacht hatte. „Da hat sich bemerkbar gemacht, dass wir zum ersten Mal als Favorit in ein Champions-League-Spiel gegangen sind“, sagte SCC-Manager Kaweh Niroomand. Der Gastgeber übertünchte immerhin seine Schwächen, indem er keinen Ball verloren gab. „Kämpferisch gab es nichts auszusetzen“, sagte Niroomand.

„Vielleicht sind wir alle ein bisschen kaputt“, begründete Angreifer Robert Kromm das phasenweise fehlende Souveränität. Im ersten Satz brachten die Österreicher ihren Gegner arg in Bedrängnis, bis sich der SCC aufbäumte. Auch nach dem Satzgewinn trat keine Beruhigung bei den Berlinern ein. Die Auswahl der Innsbrucker – mit zwölf Spielern aus sechs Nationen – dagegen kombinierte mit vielen Überraschungseffekten. Der SCC musste selbst im gewonnenen dritten Satz einen Vier-Punkte-Rückstand (7:11) wettmachen. Der vierte Satz geriet für den SCC zum Fiasko. Doch dann kam der Tiebreak – und die alte Nervenstärke kehrte zurück.

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