Sport : Das Beste zum Beginn

Martina Ertl gewinnt das erste Weltcuprennen der Saison

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Sölden (dpa). Martina Ertl ist am Ort ihres letzten Sieges ein Traumstart in den alpinen WeltcupWinter gelungen. Die 30-Jährige gewann am Samstag den Riesenslalom von Sölden und feierte ihren ersten Weltcup-Erfolg seit genau drei Jahren. „Das ist ein unglaubliches Gefühl, ich weiß gar nicht, ob ich es überhaupt schon glauben kann“, sagte die Lenggrieserin. Es war ihr insgesamt 14. Sieg in einem Weltcuprennen.

„Ich habe meine alte Liebe Riesenslalom wieder entdeckt“, sagte Martina Ertl. Sie setzte sich bei Temperaturen von minus 17 Grad und strahlendem Sonnenschein auf dem Rettenbach-Gletscher in 2:31,86 Minuten vor Weltmeisterin Anja Pärson (Schweden/2:32,06) und der nach dem ersten Durchgang noch in Führung liegenden Spanierin Maria Rienda Contreras (2:32:25) durch. „Das nimmt uns den Druck“, sagte Damen-Cheftrainer Wolfgang Maier, „vor dem ersten Rennen ist man immer ein wenig unruhig.“

Schon im ersten Lauf hatte Martina Ertl mit dem zweiten Platz ihre gute Form bestätigt. Ihr Saisonziel sei gewesen, zumindest ein Rennen zu gewinnen. „Jetzt kann ich noch lockerer werden.“ Der Alpinchef des Deutschen Skiverbandes (DSV), Walter Vogel, freute sich ebenfalls über den Traumstart. Kritisch sah er aber, „dass sich die jungen Läuferinnen unter Wert verkauft haben“. Denn alle anderen deutschen Läuferinnen verpassten den zweiten Durchgang. Maria Riesch aus Partenkirchen fuhr mit 4,32 Sekunden Rückstand im ersten Lauf auf Rang 39, Petra Haltmayr schied aus. Die Rettenbergerin hatte als einzige Fahrerin 10000 Euro vor Saisonbeginn als Kaution hinterlegt, die sie wie vier ihrer männlichen DSV-Kollegen zum Saisonende zurückerhält, sofern sie sich unter den 15 besten Startern platziert hat. Beim ersten Rennen verpasste sie dieses Ziel deutlich.

Heute (9.30/12.30 Uhr live in der ARD) starten auch die Männer in die Saison. Danach wird der Weltcupzirkus in die USA weiterziehen. Vom deutschen Team werden heute in Sölden nur Andreas Ertl und Felix Neureuther an den Start gehen. Grund zum Jubeln werden sie dem deutschen Team wohl nicht bieten. „Der Felix freut sich, dass er überhaupt hier ist“, sagte der ehemalige Weltklasse-Skifahrer Christian Neureuther über seinen Sohn. „Ich hoffe aber, dass das Ergebnis von Martina Ertl unseren Jungs Auftrieb gibt.“

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