Sport : Das Duell zweier Spitzenreiter Im Pokal empfängt Bayern Mönchengladbach

Düsseldorf - Es wird das Gipfeltreffen des deutschen Fußballs. Wenn am Mittwoch (20.30 Uhr/live im ZDF) im Pokal die Mannschaften von Bayern München und Borussia Mönchengladbach aufeinandertreffen, kommt es zum Duell zweier Spitzenreiter. Beim Mönchengladbacher Trainer Jos Luhukay ist die Vorfreude auf die Neuauflage des Fußballklassikers größer als der Respekt vor dem scheinbar übermächtigen Gegner: „In der 2. Liga sind wir der Reizgegner, in der Bundesliga die Bayern. Das ist ein Spiel, das man richtig genießen kann.“

Gemeinsam stiegen beide Klubs 1965 in die Bundesliga auf und kämpften in den Siebzigerjahren um die Vorherrschaft im deutschen Fußball. Obwohl sich die einstigen Rivalen in den vergangenen Jahren unterschiedlich entwickelten, machen viele Parallelen den Pokalhit zu einer spannenden Angelegenheit. Beide Teams führen die Tabelle an, erzielten die meisten Treffer und stellen den erfolgreichsten Torjäger. Von solchen Vergleichen hält der frühere Bayern-Profi und derzeitige Mönchengladbacher Sportdirektor Christian Ziege wenig: „Der kleine Unterschied ist, dass die Bayern diesen Lauf in der Bundesliga haben.“ Bei realistischer Sicht der Dinge sind die Rollen klar verteilt.

Keines der bisherigen fünf Pokal-Duelle konnte die Borussia für sich entscheiden, in der Bundesliga verbuchte sie in 40 Spielen beim FC Bayern nur einen Sieg. Und doch warnt Ottmar Hitzfeld seine Spieler davor, den seit acht Spielen ungeschlagenen Gegner zu unterschätzen: „Das ist sehr, sehr gefährlich. Gegen Gladbach wartet Schwerstarbeit, dort herrscht Euphorie. Von daher wird es fast ein Spitzenspiel.“ Nicht nur in München liegt ein Blick in die Fußball-Historie nahe.

In den acht Pokalspielen am Mittwoch werden mindestens zwei Erstligisten auf der Strecke bleiben. Bei Werder Bremen will der MSV Duisburg den Negativtrend stoppen. Im zweiten Bundesliga-Duell zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt rechnet sich der BVB gute Chancen aus, den Pokalfluch zu überwinden. In den vergangenen acht Jahren kam das Team nie über die 3. Runde hinaus. Dagegen hat die in der Bundesliga auswärts noch sieglose Eintracht bessere Erinnerungen an den Wettbewerb: In der Saison 2005/2006 scheiterte sie erst im Finale, ein Jahr danach im Halbfinale. dpa

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