Sport : Das Ende des Absolutismus

Jan Mies

Der Staat ist er und der VfL Wolfsburg sowieso. Lange herrschte Felix Magath als Trainer, Manager und Geschäftsführer über sämtliche Geschicke des VW-Klubs. Reinzureden vermochte dem Meistermacher von 2009 in der Autostadt kaum einer, aus Rücksicht auf die Verdienste Magaths und wegen mangelnder sportlicher Kompetenz.

Am Donnerstag nun hat VW den Finanzexperten Wolfgang Hotze als „Sprecher der Geschäftsführung“ über Magath installiert. Der Mutterkonzern vertraut dem Absolutismus im eigenen Klub nicht mehr. Zumindest nicht in finanziellen Fragen. Rund 50 Millionen Euro bewilligte VW dem Absolutisten Magath für neue Spieler, um endlich wieder internationalen Glanz nach Wolfsburg zu bringen.

Weil aber nun die Mannschaft den Ansprüchen bei Weitem nicht entspricht, wird das Projekt des Alleinherrschers hinterfragt. Die Wirtschaft regiert den Sport. VW wird Magaths Arbeit künftig strenger beurteilen. Wie dieser damit umgeht, wird sich spätestens in der nächsten Transferperiode zeigen. Magaths ehemaliges Königreich Schalke meldete gerade einen Rekordumsatz. Es geht aufwärts nach der Krise des Absolutismus.

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