Sport : Das Ende einer Achterbahn

Albas verrücktes Jahr im Rückblick

19.5.2010, Frankfurt – Alba 69:58

Alles beginnt mit Steinen. Die Saison 2009/10 endet mit einem Erstrunden-Aus in den Play-offs gegen Frankfurt und einem verlorenen Eurocup-Finale. Alba dreht daraufhin „jeden Stein um“, wie Geschäftsführer Marco Baldi sagt, zehn Spieler gehen, acht neue kommen, Trainer Luka Pavicevic darf bleiben.

10.10.2010, Alba – Charleroi 70:70

Noch vor Bundesliga-Beginn wird das erste Saisonziel verpasst. Alba muss nach der verpassten Europaliga-Qualifikation im zweitklassigen Eurocup antreten.

30.11.2010, Caserta – Alba 73:79

Der Saisonstart gelingt mit 8:1 Siegen in der Bundesliga und drei Erfolgen im Eurocup. Doch der Schein trügt.

4.12.2010, Braunschweig – Alba 95:87

Die Rückreise aus dem italienische Caserta gerät wegen des plötzlichen Wintereinbruchs zur Odyssee, nach 34 Stunden in Flugzeug, Bahn und Bus verliert die müde Mannschaft in Braunschweig.

18.12.2010, Bamberg – Alba 103:52

Im Spitzenspiel beim ungeschlagenen Tabellenführer wird ein enges Match erwartet, stattdessen wird Alba mit der höchsten Niederlage der Vereinsgeschichte gedemütigt. Pavicevic darf vorerst bleiben.

27.1.2011, Alba – Athen 68:65

Nach einer 71:75-Niederlage in Treviso erfolgt der Tabubruch: Alba entlässt erst zum zweiten Mal einen Coach in der Saison, für Pavicevic kommt Muli Katzurin. Der Israeli siegt gleich zweimal, das Team scheint sich schnell an ihn zu gewöhnen.

15.2.2011, Alba – Sevilla 81:95

Die Gewöhnung an die neue Spielweise fällt doch schwerer als gedacht. Alba verliert fünf Spiele in Folge, scheidet aus Eurocup und Pokal aus und schlittert in die schwerste Krise seit Jahren.

26.3.2011, Alba – Bamberg 93:97

Die defensivschwachen Spielmacher Hollis Price und Marko Marinovic müssen gehen, dafür sind Heiko Schaffartzik und Taylor Rochestie gekommen, plus Center Miroslav Raduljica. Die Umstellungen fruchten langsam, die Berliner gewinnen fünf Ligaspiele in Folge und zeigen bei der knappen Niederlage gegen Bamberg, dass sie mittlerweile mithalten können.

15.5.2011, Alba – Oldenburg 99:68

Von Platz drei startet Alba in die Play-offs und geht gegen Oldenburg 2:0 in Führung, die Unbeständigkeit scheint abgelegt. Dann verlieren die Berliner zweimal, setzen sich aber in Spiel fünf doch durch.

2.6.2011, Frankfurt – Alba 68:87

Erstmals in der Liga-Geschichte verlieren beide Teams in einer Play-off-Serie daheim, siegen nur auswärts – mit dem glücklicheren Ende für Alba.

18.6.2011, Bamberg – Alba

Beide Auswärtsspiele gehen verloren, doch Alba gleicht die Finalserie zweimal aus. Am Samstag müssten die Berliner als erstes deutsche Team diese Saison in Bamberg gewinnen – doch was ist nicht alles möglich, in diesem verrückten Jahr. dob

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