Sport : Das erste Prozent

Für die Leichtathletik-WM sind 5000 Tickets verkauft

Friedhard Teuffel

Berlin - Wenn der Kartenverkauf für die Leichtathletik-WM 2009 so weiterläuft wie in den ersten Stunden, wird das Olympiastadion tatsächlich an allen neun Tagen voll besetzt sein. 5000 Tickets gingen gleich über das Internet weg – ein Prozent der insgesamt 500 000 Karten. Die Nachfrage übertraf auch die technischen Kapazitäten: Kurz nach Öffnung des Internetverkaufs brach der Server zusammen.

Ein volles Olympiastadion ist ein entscheidendes Kriterium für das Gelingen der WM vom 15. bis 23. August 2009. Auch aus finanziellen Gründen: 15 Millionen Euro sollen die Tickets einbringen, das ist knapp ein Drittel des Gesamtetats. „Wir rechnen damit, dass 40 Prozent der Zuschauer aus einem Umkreis von 250 Kilometer kommen, vierzig Prozent aus einem Umkreis von 650 und 20 Prozent aus dem Ausland“, sagte Michael Mronz, der im Organisationskomitee für die Vermarktung der Tickets verantwortlich ist.

Zum Start des Kartenverkaufs gestern im Olympiastadion 500 Tage vor der WM haben die Organisatoren ihren ersten nationalen Sponsor vorgestellt, er könnte ihnen auch beim Vertrieb der Tickets nützlich sein: die Deutsche Post. „Wir sind gerade in sehr konkreten Verhandlungen mit weiteren Unternehmen“, sagte Clemens Prokop, der Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes (DLV). Fünf nationale Großsponsoren haben sich die Veranstalter zum Ziel gesetzt. Prokop hofft auf einen „fühlbaren Popularitätsgewinn für die Leichtathletik“ durch die WM. Dazu sollen auch die Fernsehsender ARD und ZDF mit ihren Livesendungen beitragen, darunter an jedem der neun WM-Abende von 17.45 Uhr bis 21.45 Uhr.

Beim Werben um Zuschauer ist dem Organisationskomitee (OK) jedoch bereits ein Missgeschick passiert. Es muss die erste Auflage eines Flugblatts einstampfen lassen. Darauf waren deutsche Athleten zu sehen, allerdings war das Logo des DLV-Ausrüsters Nike auf den Trikots wegretuschiert worden. Das OK wollte nicht den Leichtathletik-Weltverband IAAF verärgern, der vom japanischen Unternehmen Mizuno gesponsert wird. „Es waren ohnehin nur 6000 Stück“, sagte OK-Geschäftsführer Heinrich Clausen. Auf den neuen Flugblättern sind nun unverfälschte Bilder zu sehen. Friedhard Teuffel

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