Sport : Das Fest der schlechten Laune

Zur Adventszeit war noch alles in Ordnung. Da konnten sich die Spieler des Fußball-Bundesligisten SV Werder Bremen bei der internen Weihnachtsfeier als erfolgreichste Mannschaft des Jahres 2001 selbst bejubeln. Sechs Wochen später herrscht Ernüchterung. Bei der grün-weißen Nacht, dem traditionellen Vereinsball, kam keine gute Stimmung auf. Erst zu vorgerückter Stunde lockerten sich bei einigen fein gewandeten Werder-Profis die Mienen auf. Grund: Die 1:2 (1:0)-Niederlage gegen den VfB Stuttgart bescherte den Hanseaten die zweite Niederlage im zweiten Spiel anno 2002. Schlechtes neues Jahr für Werder.

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Bundesliga-Tippspiel: Das interaktive Fußball-Toto von meinberlin.de Torhüter Frank Rost fand am Samstag sein Lachen nicht mehr. "Schon im Training fehlte die Bereitschaft, fehlten die Emotionen", klagte der zum Saisonende zum FC Schalke 04 wechselnde Keeper. Vielleicht war Trainer Thomas Schaaf, der seit genau 1000 Tagen an der Weser agiert, der gleichen Ansicht, in der Öffentlichkeit begründete er den sportlichen Rückschlag allerdings etwas eleganter: "Wir müssen wieder lernen, nicht alles durch spielerische Mittel lösen zu wollen." Und Sportdirektor Klaus Allofs meinte: "Das viele Lob der Vergangenheit war gefährlich für uns."

Am Ende waren die Bremer wohl einfach zu selbstsicher gewesen, besonders nach dem Führungstreffer von Marco Bode, seinem 100. Bundesligator. In der zweiten Halbzeit trafen Viorel Ganea und Christian Tiffert für die Gäste. Den ersten Auswärtssieg seit Mitte September konnten die Stuttgarter jedoch nur im Flugzeug feiern. Zum Bremer Ball waren sie nicht geladen. Und am Sonntag wird beim VfB wieder trainiert.

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