• „Das Geld kratze ich zusammen“ Handballer Hens über seinen selbst finanzierten Klubwechsel

Sport : „Das Geld kratze ich zusammen“ Handballer Hens über seinen selbst finanzierten Klubwechsel

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Pascal Hens wechselt in der HandballBundesliga ein Jahr früher als geplant von der SG Wallau-Massenheim zum HSV Hamburg. Der 2,03 Meter große Rückraumspieler machte den Transfer selbst möglich, indem er von den 125 000 Euro Ablösesumme 35 000 aus eigener Tasche bezahlte. Der HSV wollte nicht mehr als 90 000 Euro zahlen.

Herr Hens, müssen Sie zunächst beim HSV auf Gehalt verzichten?

Warum denn das?

Weil 35 000 Euro ja schließlich kein Pappenstiel sind. Oder haben Sie eine reiche Oma?

Ach deswegen, das kratze ich zusammen. Ich habe gute Freunde, die mir da helfen.

Ein Wechsel auf Pump?

So ist es ja auch nicht, ich habe ja auch schon ein paar Euro verdient.

Trotzdem, der Schritt, sich selbst auszulösen, ist ungewöhnlich. War Ihre Not bei Wallau-Massenheim so groß?

Das nun auch wieder nicht. Aber ich will zu Olympia nach Athen, da muss ich auch Stammspieler sein. Bei der SG Wallau-Massenheim war das nicht garantiert.

Ist das schon alles?

Nein, ich finde Hamburg ist eine geile Stadt.

Wie das, meinen Sie vielleicht St. Pauli und die Reeperbahn?

Das gehört auch dazu, aber insgesamt gefällt es mir dort super, das Team, die große Sporthalle, die Meeresnähe und die Stadt selbst.

Lemgo und Magdeburg, wo Sie auch hätten hingehen können, waren nicht geil?

Nicht so wie die Weltstadt Hamburg. Sie glauben ja nicht, wie ich mich auf den 14. Juli freue. Das ist mein erster Arbeitstag in Hamburg. Leider habe ich noch keine Wohnung, und meine Freundin kommt erst in einem Jahr nach. Es ging alles zu schnell.

1,5 Millionen brutto sollen Sie dort bis 2007 verdienen, da haben Sie ja die 35 000 Euro ohnehin bald wieder drin…

Ist ja toll, was ich so kassieren soll. Von mir hat niemand von dieser Summe gehört. Aber wer sie glaubt, bitte.

Und der Bänderriss im linken Ellenbogen ist auch vollständig ausgeheilt?

Ja, alles ist wieder okay.

Das Gespräch führte Hartmut Moheit.

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