Sport : Das Glück des Aufsteigers

Freiburg – Rostock 2:2

Oliver Trust

Freiburg. Eine Mischung aus Erleichterung und Verlegenheit begleitete die Männer in den roten Trikots in die Kabine. Hinter den Profis des SC Freiburg lag kein Heldenstück, und doch hatten sie noch ein 2:2 gegen Hansa Rostock geschafft. Ein Ergebnis, das ihnen schmeichelte, die Freiburger hatten viel Glück gehabt und wussten es. Kaum ein Spieler traute sich, dem Publikum zu applaudieren.

0:2 hatte es zur Halbzeit gestanden, alles schien zugunsten von Hansa entschieden. Dann riss dieser Pfiff von Schiedsrichter Peter Sippel aus München die Freiburger aus ihrer Lethargie. Godfried Aduobe und Zlatan Bajramovic rangen wie beim Freistilringen um den Ball, und Sippel sah einen Regelverstoß und entschied auf Foulelfmeter. Als Soumaila Coulibaly den Ball ins Netz hämmerte, wirkte das wie ein Weckruf für den SC Freiburg, hinter dem 45 Minuten lagen, die wohl zu den lausigsten gehörten, die der SC im Dreisamstadion jemals präsentiert hat.

Mit erstaunten Gesichtern registrierten 22 500 Besucher das hilflose Gekicke der Freiburger, zunächst spielten nur die Rostocker. Rade Prica gelang ein traumhaftes Tor. Mit links, fast in den Winkel. Freiburgs Torhüter Richard Golz hatte in seinem 400. Bundesligaspiel keine Abwehrchance. Und dann durfte Martin Max sich über sein erstes Tor für Hansa freuen: Der von 1860 München gekommene Stürmer schoss den Ball mit einem schönen Schlenzer ins Tor. Und wer weiß, ob die schwachen Freiburger jemals an diesem Tag noch irgendetwas zustande bekommen hätten, wenn Sippel nicht mit dem Strafstoß ausgeholfen hätte.

So aber ging dann doch noch etwas beim SC Freiburg. Die Rostocker verteidigten nur noch. Zunächst hatten sie noch Glück. Doch Bruno Berners Schuss ließ Rostocks Torhüter Schober abprallen, Bajramovic köpfte den Ball zum Ausgleich ins Netz und brachte damit Armin Veh in Rage. „Im Normalfall gewinnst du so ein Spiel", sagte Rostocks Trainer. Begeistert war auch sein Freiburger Kollege nicht. „Zufrieden können wir nicht sein. Wir haben zu Hause nur einen Punkt geholt“, sagte Volker Finke.

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