• Das Glück kommt mit dem Kanzler Hannover 96 klettert durch den Erfolg gegen Köln auf Rang elf

Sport : Das Glück kommt mit dem Kanzler Hannover 96 klettert durch den Erfolg gegen Köln auf Rang elf

-

(dpa). Der Bundeskanzler hat Hannover 96 endlich einmal Glück gebracht. Die Niedersachsen gewannen erstmals in dieser Saison bei einem Besuch von Gerhard Schröder in der AWDArena und verbesserten sich durch das wertvolle 1:0 (1:0) gegen den 1. FC Köln auf Rang elf der Bundesliga-Tabelle. „Dieser Erfolg war extrem wichtig, aber wir haben erst ein Etappenziel erreicht“, sagte Hannovers Klubchef Martin Kind am Ostermontag. „Ein Ruhekissen ist der elfte Platz nicht, denn wir stehen bei Werder Bremen und gegen den VfB Stuttgart vor zwei ganz schweren Spielen.“

Beim Tabellenletzten 1. FC Köln wird der Bundesliga-Abstieg immer konkreter. „Wir sind vom rettenden Ufer schon weit weg“, gab Trainer Marcel Koller angesichts von acht Punkten Rückstand auf Platz 15 zu. Er haderte mit dem Schicksal. „Wir haben unglücklich verloren. Wir sind alle sehr traurig.“ Die Rheinländer spielten mit großem Aufwand, doch am Ende hatten sie wieder einmal nichts erreicht. Der Trainer der Kölner trauerte einem nach seiner Ansicht regulär erzielten Treffer von Lukas Podolski nach. Dieser war wegen einer Abseitsstellung nicht gegeben worden.

Hannovers Trainer Ewald Lienen hingegen war nach der Partie gegen seinen ehemaligen Klub geschafft. „Es war für uns das schwerste Spiel der vergangenen Wochen. Jeder ist bei uns an seine Grenzen gegangen. Der Sieg hat aber die Moral der Mannschaft gestärkt“, sagte der Nachfolger von Ralf Rangnick. Lienen gestand anschließend im Fernsehstudio ein: „Wir haben das Spiel nie richtig in den Griff bekommen.“

Allerdings hatte sich sein Team sehr wohl an seine Order gehalten, in der Abwehr gut zu stehen. Zum zweiten Mal hintereinander blieb Hannover ohne Gegentor. Die oft kritisierte Abwehr der Hannoveraner zeigt nun mehr Stabilität. Und im Angriff kann sich Lienen auf Thomas Brdaric verlassen. Der Stürmer markierte den Treffer des Tages in der 34. Spielminute. Doch er vergab noch zwei sehr gute Chancen. „Ich bin stehend k.o., denn dies war heute ein Kraftakt“, sagte der Torschütze.

Kind kündigte an, dass er den von Bayer Leverkusen ausgeliehenen Angriffsspieler für die kommende Saison weiterverpflichten will. „Es gibt in Kürze dazu Gespräche mit dem Berater des Spielers und Leverkusens Manager Reiner Calmund.“ Mit seinem neunten Saisontor machte sich Brdaric auch für Rudi Völler interessant. Der Teamchef der deutschen Nationalmannschaft hält für den Stürmer weiterhin die Möglichkeit offen, noch zur DFB-Auswahl zu stoßen. Brdaric erklärte dazu: „Ich versuche, meine Leistung zu bringen. Wichtig ist erst einmal, dass 96 die Klasse erhält. Dann sehen wir weiter. Wenn Rudi anruft, lege ich den Telefonhörer nicht auf.“

Noch stärker als der Torjäger von Hannover 96 spielte jedoch Kölns hoffnungsvolles Sturmtalent Podolski. Der Junioren-Nationalspieler war bester Mann auf dem Platz, hatte im Abschluss aber kein Glück. „Es müsste schon etwas Außergewöhnliches passieren, wenn wir uns noch retten sollten“, glaubt der 18-Jährige.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben