Sport : Das Händchen des Trainers

Rostock – Köln 1:1

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Rostock (Tsp). Juri Schlünz kann im Moment machen, was er will – er hat fast immer Erfolg. Gestern wechselte er in der 62. Minute Rade Prica ein, zwei Minuten später erzielte der schwedische Stürmer den 1:1Ausgleich für Hansa Rostock gegen den 1. FC Köln. Dass es gegen den Tabellenletzten bei diesem Ergebnis blieb, dem ersten Unentschieden für Hansa nach vier Siegen in Folge, nahm Schlünz nicht weiter tragisch: „Wenn man sich die Tabelle anschaut, kann man mit dem Resultat leben.“ Der 42-Jährige hat die Rostocker vom letzten Tabellenplatz ins gesicherte Mittelfeld geführt.

Ein besseres Resultat für die Rostocker vergab Martin Max. Kurz vor Pricas Ausgleichstreffer scheiterte er mit einem Foulelfmeter an Kölns Torhüter Stefan Wessels. Allerdings haben sich die Kölner den Punkt redlich verdient. „Köln ist eine gute Mannschaft und im Aufwärtstrend“, sagte Schlünz über den Gegner. Die Mannschaft spielte keineswegs wie ein Abstiegskandidat. Was ihr fehlt, damit sich der Aufwärtstrend auch in der Tabelle dokumentiert, ist ein Sieg. „Es wäre wichtig gewesen, drei Punkte mitzunehmen“, sagte Kölns Trainer Marcel Koller. Das 1:1 in Rostock war für seine Mannschaft das dritte Unentschieden in Folge. Zuvor hatten die Kölner schon gegen die beiden Spitzenteams Bayern und Bayer unentschieden gespielt.

„Wir haben eine sehr kompakte Leistung gezeigt, vor allem in der Defensive“, sagte Koller. Dabei hatte es auch in der Offensive gut angefangen. Der erst 18 Jahre alte Lukas Podolski erzielte in seinem vierten Bundesligaspiel in der 34. Minute mit einem Flugkopfball den Führungstreffer für die Kölner. Zuvor hatte Andrej Woronin die Chance zum 1:0 gehabt, aber Torhüter Mathias Schober, der seinen Vertrag in Rostock vor dem Spiel bis 2007 verlängert hatte, spitzelte ihm den Ball in höchster Not vom Fuß. Kurz vor der Pause zeigte Schober erneut, warum sich mehrere Bundesligisten, darunter Bochum und Dortmund, für ihn interessiert hatten: Einen Kopfball von Kringe lenkte er zur Ecke. „Man sieht, dass der FC Hansa in der Lage ist, seine Leistungsträger zu halten“, sagte Juri Schlünz. Ohne die Erfolge des neuen Trainers wäre er das wohl nicht gewesen.

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