Sport : Das Leichtathletikfestival kann auf starke internationale Besetzung verweisen

Ernst Podeswa

"Wir haben extra frisches Wasser in den Hindernisgraben eingelassen und würden im Bedarfsfalle auch Badesalz dazu geben", melden die Organisatoren für das Leichtathletik-Sportfest am Sonntag in Königs Wusterhausen gut gelaunt. Dort geht ab 14 Uhr im Stadion der Freundschaft das 6. Stadionfest mit starker internationaler Besetzung über die Bühne. Im Mittelpunkt stehen wie üblich die Hammerwerfer. Für die WM-Revanche und einen Drei-Länderkampf Deutschland - Ungarn - Weltauswahl (gebildet aus Weißrussen und Amerikanern) nehmen die Gastgeber in Kauf, dass die Grasnarbe der schmucken Sportstätte mehr als 100 Mal von den fliegenden Eisenkugeln durchsiebt wird.

Neben den Männern präsentieren auch die drei deutschen WM-Starterinnen sowie Gäste aus Ungarn und Weißrussland ihre Dreh- und Wurfkünste. Der Hinweis mit dem Badesalz gilt Weltmeister Karsten Kobs aus Dortmund, der sich in Sevilla vor Freude im Wassergraben abkühlte. Sein Vorgänger Heinz Weis aus Leverkusen, die Ungarn Zolt Nemeth (WM-Zweiter) und Tibor Gecsek (WM-Vierter) sowie die Weißrussen Igor Astapkowitsch und Andrej Skwaruk dürften bemüht sein, dem Hünen aus dem Kohlenpott das Preisgeld von 1000 Mark für Rang eins weg zu schnappen.

Zusätzlich zu dem Tausender am Sonntag werden die Sieger in sieben Wettbewerben mit einem Startplatz für Dienstag beim Istaf im Olympiastadion belohnt. Und erhalten bei dem hochdotierten Golden-League-Ereignis automatisch eine Antrittsprämie ähnlicher Größenordnung. Das bringt bei den Männern beispielsweise zwei Kenianer über 800 m mit Hausrekorden von knapp unter 1:45 Minuten auf die Piste, den 10,16-Sekunden-Mann über 100 m, Kevin Braunskill (USA), und drei Stabhochspringer mit Bestmarken von 5,80 m bis 5,90 m. Bei den Frauen versuchen zwei Läuferinnen, die schon unter zwei Minuten die doppelte Stadionrunde absolviert haben, ebenso den Sprung zum Istaf zu schaffen wie Heike Meißner (400 m Hürden) oder zwei Athletinnen im Unter-23-Sekunden-Bereich über 200 m.

"In Königs Wusterhausen liegen so etwas wie meine sportlichen Wurzeln auf deutschem Boden", machte der Stabhochspringer Jeff Hartwig dem Istaf-Ableger ein dickes Kompliment. 1996 war der US-Amerikaner erstmals auf dem Niveau für die großen Meetings in Europa, aber noch unbekannt. So mußte er sich in Königs Wusterhausen mit dem Sieg den Startplatz für das Istaf erkämpfen. Ähnlich Karriere gemacht hat der Mexikaner Alejandro Cardenas: 1998 Erster in Könings Wusterhausen und vor wenigen Tagen WM-Dritter über 400 m in 44,31 Sekunden. Auch er ist morgen beim 6. Stadionfest dabei.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben