Sport : Das Leiden geht in die Verlängerung Herthas Lucio musste erneut operiert werden

Claus Vetter

Berlin - Lucio ist wieder im Krankenhaus, zumindest für den Rest der Woche: Der Mittelfeldspieler von Hertha BSC musste erneut am Knie operiert werden. Er hatte sich am 1. Oktober bei Herthas 0:1-Niederlage bei Schalke 04 einen Riss des Kreuzbandes, der Patellasehne, des Innenbandes und des Meniskus zugezogen. Dabei schien der Brasilianer doch schon auf dem Weg der Besserung: Am vergangenen Freitag war Lucio nach seiner langwierigen Knieoperation aus Österreich zurückkehrt. Am Sonnabend kam er dann schon auf Krücken ins Berliner Olympiastadion, sah den Kollegen von Hertha bei den Aufwärmübungen zu. Alle Berliner Spieler trugen auf ihren Einlauftrikots den Namen Lucio als Solidaritätsbekundung, später jubelten die Fans ihrem verletzten Mittelfeldspieler zu, dessen einfallsreiche Pässe sie dann auf dem Spielfeld vermissen sollten: Hertha quälte sich am neunten Bundesliga-Spieltag zu einem 0:0 gegen den Tabellenletzten Energie Cottbus.

Doch ist nun etwa Lucios Ausflug ins Olympiastadion die Ursache für seinen neuerlichen Krankenhausaufenthalt? „Generell ist so ein Zusammenhang schwer herzustellen“, sagt Herthas Teamarzt Ulrich Schleicher. „Multiple Verletzungen mit Blutungen im Gelenkbereich“, hätten die Operation nötig gemacht. Dabei seien die Blutansammlungen entfernt worden. „Aber das sollte man nicht überbewerten“, sagt Schleicher. Es sei normal, dass so etwas auftrete. An der Prognose für Lucio ändere sich nichts. „Sechs bis neun Monate halte ich da für realistisch.“ Ähnlich äußert sich Herthas Manager Dieter Hoeneß. Wichtig sei die „positive Prognose für Lucio“ und dass sich der zu Saisonbeginn zu den Berlinern gekommene Brasilianer keinen Knorpelschaden zugezogen habe. Claus Vetter

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