Sport : Das Machtkämpfchen

Armin Lehmann

sagt, warum Bayerns Trainer Felix Magath alles richtig macht In München müssten die Bayern-Bosse Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß derzeit ganz zufrieden sein. Es mendelt sich nämlich gerade das heraus, was den FC Bayern nach der Ära Hitzfeld ausmachen soll: eine neue Härte, ein aggressiveres Team. Das hört sich ein bisschen seltsam an, wo doch just in diesen Tagen nach dem 1:4 in Leverkusen alles den Anschein hat, als ob Trainer Felix Magath ein paar ordentliche Probleme bekommen könnte. Der Paraguayer Santa Cruz will nicht wegen Magath „Gegenspieler umgrätschen, nur um dieser Person (Magath) zu gefallen“. Und der Brasilianer Lucio droht dem Trainer gar an, dass er „Probleme bekommt“, wenn er gedenke, ihn, den Weltmeister, nochmals auszuwechseln. Ist das jetzt schon die große Revolution?

Felix Magath wird die richtige Antwort finden, sie wird weder Lucio noch Santa Cruz gefallen, aber sie wird ganz bestimmt gestützt und gestärkt werden von den Verantwortlichen im Klub. Was jetzt sichtbar wird beim FC Bayern, das sind nur die Reste alter Mentalität eines Teams, das Ottmar Hitzfeld nicht mehr zu ändern verstand. Die Mentalität beruhte darauf, Fehler nicht bei sich zu suchen. Magath will diese Mentalität ändern, und dazu gehört auch, dass die Mannschaft sich läuferisch verbessern muss, weil sie sonst, das hat die vergangene Saison gezeigt, international nichts gewinnen kann. Wer aber glaubt, Magath wolle nur Kondition bolzen lassen, der versteht wenig davon, wie laufstark Spitzenteams agieren müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen. Technisch perfekt müssen sie ohnehin sein.

Das Gehabe von Santa Cruz, Lucio und Co., nennen wir es Machtkämpfchen, wird Magath mit Leichtigkeit gewinnen. Dann wird er den Weg der Erneuerung ohne Rücksicht auf Namen fortsetzen. Und schließlich wird der FC Bayern erfolgreicher Fußball spielen als in der letzten Saison. Mit Lucio Santa Cruz und allen anderen Unzufriedenen.

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