Sport : Das neue Hochgefühl

Alba Berlin startet mit einem Sieg über Buducnost Podgorica in den Uleb-Cup

Benedikt Voigt

Berlin - Internationale Spiele hatten Alba Berlin in den letzten Jahren zumeist Verdruss gebracht. Die Niederlagen häuften sich bei den Berliner Basketballern, wenn es in der Europaliga gegen die besten Klubs Europas ging. In dieser Saison aber tritt Alba Berlin eine Liga unterhalb der Europaliga im Uleb-Cup an und, siehe da, ein fast vergessenes Gefühl kehrte zurück. Beim 86:70 (39:31) über Buducnost Podgorica konnte Alba Berlin gleich im ersten Gruppenspiel wieder spüren, wie es ist, wenn man international gewinnt. Jovo Stanojevic (16 Punkte) und Michael Wright (15 Punkte) waren die besten Werfer der Berliner.

Albas Spieler hatten sich anfangs schwer getan. Nach einem 7:0-Beginn folgte eine 0:11-Serie. Wichtig für Alba war jedoch, dass Michael Wright gegen den 2,29 Meter großen Centerspieler Slavko Vranes immer wieder mutig zum Korb drängte. Der riesige Vranes beging in der 7. Minute sein drittes Foul und musste vom Feld genommen werden. Fortan war der Weg unter dem Korb für Albas Centerspieler frei. Szymon Szewczyk nutzte das in der ersten Halbzeit zu acht Punkten, am Ende kam er auf zehn Punkte.

In der zweiten Halbzeit ließ sich Alba nicht beirren. Näher als 46:39 kamen die Montenegriner nicht mehr heran. Buducnosts Centerspieler Vranes, der im vergangenen Jahr noch in der NBA unter Vertrag stand, krönte seinen schwachen Kurzauftritt mit dem fünften Foul in der 29. Minute. Szymon Szewzyk hatte ihm den Ball aus der Hand genommen und konnte nur noch durch ein Foul gestoppt werden. Spätestens als Mithat Demirel einem Fehlpass der Gäste hinterherrannte und einen spektakulären Bodenpass auf Wright unter den Korb spielte, war das Spiel gewonnen: 71:55 (34.).

Die Berliner konnten in den letzten Minuten für die Bundesliga üben, Trainer Emir Mutapcic wechselte den Litauer Ersatzspieler Matijas Mazeika ein. Auch die Fans hatten Gefallen an der neuen Liga gefunden, sie probten einen neuen Gesang: „Wir holen den U-U-U-leb-Cup und wir werden Deutscher Meister.“ Bis dahin freilich müssen noch ein paar Spiele absolviert werden.

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