Sport : Das Play-off-Monster

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Minneapolis (dpa). Mit einer glanzvollen Darbietung hat Dirk Nowitzki die Dallas Mavericks auf dem schnellsten Weg in die zweite Play-off-Runde der amerikanischen Basketballliga NBA geführt. Der deutsche Nationalspieler, der von den US-Medien inzwischen als „Play-off-Monster“ betitelt wird, erzielte beim 115:102-Auswärtssieg gegen die Minnesota Timberwolves 39 Punkte. Damit hatte Nowitzki maßgeblichen Anteil am dritten Sieg im dritten Duell in der Serie „best of five“. Während sich die Timberwolves in den Urlaub verabschiedeten, treffen die Mavericks ab Samstag im Halbfinale der Western Conference auf die Sacramento Kings oder Utah Jazz. Die Kalifornier liegen in der Serie mit 2:1 vorn. „Egal, ob wir gegen Sacramento oder Utah spielen. Wir haben genug Selbstvertrauen und Talent, wir können jeden schlagen“, sagte Nowitzki mit Blick auf die bevorstehenden Vergleiche, die allerdings nach dem Modus „best of seven“ ausgetragen werden. Nach der Leistung gegen Minnesota hat Nowitzki auch allen Grund, sich selbstbewusst zu zeigen. Was immer der ehemalige Würzburger auch tat, es führte zum Erfolg. Den ersten Fehlwurf leistete sich Nowitzki erst vier Minuten vor Ende der ersten Spielhälfte, in der er sagenhafte 28 Punkte verbuchte. 17 davon im ersten Viertel, in dem die Mavericks vorentscheidend auf 40:28 davongezogen waren.

Der Deutsche stahl damit auch Superstar Kevin Garnett in dessen Heimarena die Show. Der Dollar-Krösus der Liga mit einem (Jahreseinkommen von 22,4 Millionen verbuchte nur 22 Punkte und gestand: „Die Mavericks hatten zu viele gefährliche Waffen, gegen die wir ohne Chance waren.“ Außer Nowitzki trumpften Michael Finley (30) und Steve Nash (25) einmal mehr auf. „Ich liebe das Team. Ich bin mir sicher, dass wir weiter so spielen werden“, sagte Headcoach Don Nelson.

„Gegen Dirk zu spielen, ist ein Albtraum. Er ist gigantisch“, erklärte Timberwolves-Guard Wally Szczerbiak nach dem Spiel. Auch Nowitzkis Teamkamerad Steve Nash schwärmte: „Dirk war unser wertvollster Spieler, unser Superstar in dieser Serie.“ Nowitzki blieb wie immer bescheiden: „Entscheidend ist nur, dass wir gewinnen. Und nicht, ob man 40 oder 20 Punkte erzielt.“

Gleichfalls mit einem so genannten „Sweep“ zogen die Los Angeles Lakers in die zweite Play-off-Runde ein. Der Champion der vergangenen zwei Jahre hatte allerdings große Mühe, um bei den Portland Trail Blazers mit 92:91 den dritten Erfolg perfekt zu machen. Für die Entscheidung hatte Robert Horry zwei Sekunden vor der Schlusssirene mit einem erfolgreichen Dreipunktewurf gesorgt. 17 Sekunden vor dem Ende hatten die Lakers, bei denen Kobe Bryant (25 Punkte) erfolgreichster Werfer war, noch mit 86:90 zurückgelegen.

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