Sport : Das Rennen hat begonnen

Mathias Klappenbach

Es war im Jahre 1997, als Jan Ullrich die Tour de France gewann. Vielleicht schafft er es ja noch einmal, viele Versuche hat der 32-Jährige aber nicht mehr. Sein Rennstall T-Mobile konzentriert sich jetzt jedenfalls wieder auf dieses Ziel und seinen großen Star. Im Frühjahr hat das Team fast nichts gewonnen, dennoch radelt es bei der zweitgrößten Landesrundfahrt Giro d’Italia ohne große Ambitionen mit. Über Erfolg oder Misserfolg entscheidet auch in dieser Saison wieder allein Ullrichs Abschneiden bei der Tour.

Beim zweiten großen deutschen Rennstall Gerolsteiner ist das anders. Hier bekommt jeder Fahrer aus dem Kollektiv die Chance zu zeigen, was er kann. Wie der 24 Jahre alte Stefan Schumacher, als er ins Rosa Trikot beim Giro gefahren ist. Bei T-Mobile hatten sie nicht lange Geduld mit Schumacher und haben ihn nach zwei Jahren wieder weggeschickt.

Fahrern wie Schumacher gehört die Zukunft, also die Zeit nach Jan Ullrich. Ein zweiter Ullrich ist nicht in Sicht. Aber es gibt neun Jahre nach seinem Triumph viele gute junge deutsche Radprofis. Markus Fothen, Fabian Wegmann oder Heinrich Haussler gehören dazu, sie alle wollen sich bei Gerolsteiner entwickeln.

Doch auch T-Mobile plant jetzt für die Lücke, die der große Star bald hinterlassen wird. Mit Patrik Sinkewitz und Linus Gerdemann scheinen die größten Talente des deutschen Radsports bereits für T-Mobile zu fahren. So wie Stefan Schumacher früher.

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