Sport : Das Schlimmste zum Schluss Nach 0:2 gegen Ingolstadt ist Hansa drittklassig

Kerstin Hebeler
Das war’s. Die Rostocker Enrico Kern (l.) und Dexter Langen verzweifeln. Foto: dpa
Das war’s. Die Rostocker Enrico Kern (l.) und Dexter Langen verzweifeln. Foto: dpaFoto: dpa

Rostock - Schlechter hätte der Montagabend für Hansa Rostock nicht beginnen können. Das Relegations-Rückspiel zwischen dem Zweitligisten Hansa und dem Drittligisten FC Ingolstadt war kaum angepfiffen, da führten die Gäste aus Bayern schon 1:0. Fabian Gerber traf bei einem der ersten Angriffe der Ingolstädter zur Führung. Der Klassenverbleib, für den die Rostocker nach der 0:1-Hinspielniederlage in diesem Moment schon drei Tore hätten erzielen müssen, war in weite Ferne gerückt. Auch wenn sich Hansa bis zum Schlusspfiff gegen das Desaster stemmte, war aller Kampf am Ende vergeblich: Die Rostocker verloren 0:2 (0:1) und steigen in die Dritte Liga ab.

Nach dem frühen Rückstand hatte Trainer Marco Kostmann schon in der 15. Minute in Enrico Kern einen weiteren Stürmer gebrachte – Hansa versuchte, die Gäste unter Druck zu setzen. Die 15 000 Rostocker Fans feuerten ihre Mannschaft immer wieder lautstark an: „Wir woll’n Euch kämpfen sehen“, hallte es durch das Stadion – auch nachdem die erste Halbzeit unter Pfiffen der Zuschauer bereits beendet war. Die ersten Fans verließen da schon kopfschüttelnd das Stadion, Torgefahr ging keine von den Gastgebern aus. Auch nach dem Wiederanpfiff mühte sich Rostock weiter, brachte aber kaum etwas zustande. „Wir werden niemals untergehen, wenn wir zusammenstehen“, sangen die Hansa-Fans. „Zweite Liga“, hallte es zurück aus dem Gästeblock.

Hansas Schicksal besiegelte schließlich erneut Gerber mit dem 0:2 in der 78. Minute. 19 Jahre nach dem ersten Bundesliga-Auftritt am 3. August 1991 muss der letzte DDR-Meister und -Pokalsieger nach einer desaströsen Saison inklusive zweier Trainerwechsel und der Abberufung des Vorstandsvorsitzenden nun in der Dritten Liga antreten. „Vorstand raus“, riefen die Hansa-Anhänger. Ingolstadts Fans feierten.Kerstin Hebeler

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