Das Siegtor : „Das war ein eindeutiges Foul“

Hoffenheims Kapitän Marvin Compper über das entscheidende Tor für Hertha.

Herr Compper, gut eine Woche nach dem glanzvollen 4:1-Sieg im badischen Derby über den Karlsruher SC ist Ihre Tabellenführung wieder weg. Schmerzt diese Landung auf dem Boden der Tatsachen?

Wir sind nie abgehoben, also konnten wir heute auch nicht tief fallen. Es war doch klar, dass irgendwann mal wieder eine Niederlage kommen wird. Keine Sorge, wir werden die Köpfe nicht hängen lassen.

Was hat denn heute gefehlt?

Ein Tor. Und vielleicht ein Pfiff des Schiedsrichters.

Sie meinen die Szene vor Herthas Siegtor?

Allerdings. Dieser Szene ging meiner Meinung nach ein eindeutiges Foul voraus.

Gojko Kacar spitzelte Luis Gustavo im Hoffenheimer Strafraum den Ball vom Fuß…

…er hält die Sohle drüber. Überall auf dem Platz wird so etwas abgepfiffen, warum dann nicht in unserem Strafraum? Ein paar Minuten später gab es eine ähnliche Szene in der Berliner Hälfte, die hat der Schiedsrichter abgepfiffen. Es ist schon bitter, wenn du durch so ein Tor verlierst. Denn bis zu dieser Szene hatte Hertha keine Chance, wir haben hinten gut gestanden und nichts zugelassen.

Aber vom aggressiven Angriffsfußball der letzten Wochen war heute wenig zu sehen.

Die Berliner haben es uns sehr schwer gemacht, sie stehen defensiv sehr gut und haben hervorragender Individualisten. Trotzdem haben wir sie zeitweise eingeschnürt. Aber auch in unserer besten Phase haben wir uns schwer getan, die Berliner sind viel gelaufen, und wir waren gezwungen, um sie herumzuspielen.

Ist das der einzige Grund für diese doch ein wenig unerwartete Niederlage?

Vielleicht lag es auch am Platz im Olympiastadion. Er ist sehr breit, das sind wir nicht gewohnt. Hier fiel es uns sehr schwer, auf engem Raum Druck zu machen.

Aufgezeichnet von Sven Goldmann.

Marvin Compper, 23,  spielt seit Beginn des Jahres bei 1899 Hoffenheim und ist Kapitän des Teams.

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