Sport : Das Signal der Iduna

Alfons Frese

aus Fansicht über die Umbenennung des Westfalenstadions Gut, dass dieses Jahr bald vorbei ist. Die Freude am Fußball muss ziemlich weh tun, sonst würden die Fans wohl kaum noch immer jede Nachricht aus Dortmund mit heißem Herzen registrieren. Und mit rotem Kopf. Anfang des Jahres bierdeckelscharf an der Pleite vorbei, auf dem Platz nur zum elenden Kick-and-rush fähig, haben die Anhänger der Borussia immer alles verziehen, wenn sie sich alle zwei Wochen im Westfalenstadion zum Familienfest trafen. Doch jetzt they will never walk ins Westfalenstadion any more. Ab Dezember geht es in den Signal Iduna Park, wo dann Werbematerial über günstige Versicherungen ausliegt. Warum auch nicht? Immer noch besser als auf Schalke, wo die armen Säcke im Stadion Veltins trinken müssen.

Nun also Signal Iduna; Hans-JoachimWatzke sei Dank. Der BVB-Geschäftsführer achtet in Dortmund aufs Geld: auf 89 Millionen Schulden und acht Millionen Verlust in dieser Saison. Watzke sagt, mit dem Geld von der Iduna könne der Verein jetzt seine Rechnungen zahlen. Das beruhigt. Womöglich haben die Signal-Iduna- Bosse, die ja auch in Dortmund sitzen, ein paar Euro mehr bezahlt, als das, sagen wir mal, die Ruhrgas aus Essen getan hätte. Obwohl, Ruhrgas Feld wäre auch ein schöner Name gewesen. Kommt vielleicht noch, wenn als nächste Sanierungsmaßnahme der Name des Vereins verkauft wird. BVB Ruhrgas Dortmund. Alles ist möglich. Wir stellen uns darauf ein und haben verstanden, dass ein Euro mehr zählt als ein Punkt. Bis Samstagnachmittag. Dann holen wir einen Dreier auf dem Betzenberg. Oder heißt es Underberg?

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