• Das Spiel gegen Aachen wird spannend: beide Mannschaften haben höchst wechselhafte Torverhältnisse

Sport : Das Spiel gegen Aachen wird spannend: beide Mannschaften haben höchst wechselhafte Torverhältnisse

Benedikt Voigt

Was ist nun von dieser Tennis Borussia der Saison 1999/2000 zu halten? Erst bietet der Berliner Fußball-Zweitligist beim Tabellenvierten der vergangenen Spielzeit, Hannover 96, eine Leistung, die eines Aufstiegsfavoriten würdig war (3:2). Dann enttäuschte das Team von Trainer Winfried Schäfer bei der Heimpremiere gegen den Karlsruher SC (2:2) 5000 Zuschauer. Was ist also von dieser Tennis Borussia zu halten? Viel, findet Manager Jan Schindelmeiser und erklärt: "Mit vier Punkten sind wir jedenfalls im Soll."

Es gibt jedoch einen Verein der Zweiten Bundesliga, dessen Leistungsstand noch ungeklärter ist: Alemannia Aachen. 4:1 und 0:5 lautet die kuriose Bilanz des Aufsteigers bislang. Wenn am Sonnabend (15.30 Uhr) Tennis Borussia auf dem Aachener Tivoli antritt, werden sich deshalb gleich zwei Teams auf die Suche nach dem Leistungsstand begeben. "Das ist schon eine erste Weichenstellung", erklärt Manager Schindelmeiser, "wenn wir nach drei Spieltagen in der Spitzengruppe sind." Den seltsamen Ergebnissen der Aachener kann der Manager sogar eine positive Seite abgewinnen. "Das zeigt doch, dass viele Tore fallen werden". Und fügt hinzu: "Hoffentlich nur auf der richtigen Seite."

Das muss er sagen, denn nach den ersten beiden Partien kann er sich nicht sicher sein, dass sich Torhüter Andreas Hilfiker nicht wieder zwei Tore einfängt. Zumal vor dem gestrigen Abschlusstraining die Verteidiger Jens Melzig, Ivan Kozak und Mittelfeldspieler Zbigniew Szewczyk noch auf der Verletztenliste standen. Der glückliche Punktgewinn gegen Karlsruhe gab jedoch keinen Anlass zur Sorge bei TeBe. Auf dem Trainingsplatz stellte Schindelmeiser "keine außergewöhnlichen Aktivitäten" fest. Die Betonung lag auf außergewöhnlich, denn natürlich trainierte TeBe auch in dieser Woche aktiv wie gewohnt. Von einem Einzelgespräch zwischen dem Trainer und Zugang Abderrahim Ouakili konnte und wollte der Manager allerdings nichts berichten. "Darüber spreche ich nicht, so etwas regeln wir grundsätzlich intern", sagte Schindelmeiser. Ouakili hatte am vergangenen Sonnabend bei seiner Auswechslung dem an der Seitenlinie wartenden Matthias Hamann den Handschlag verweigert und ließ auch seinen Trainer grußlos stehen.

Doch es gibt noch ein unerfreuliches Thema bei Tennis Borussia. Nur 5000 Zuschauer wollten den runderneuerten Aufstiegskandidaten beim ersten Heimspiel sehen. In Aachen werden erneut 24 900 Fans erwartet. "Unsere Mannschaft hat es selbst in der Hand, diese Entwicklung zu steuern", sagt Schindelmeiser. Ein Sieg in Aachen und ein Aufstiegsplatz auf Dauer, so glaubt der Manager, "dann werden in Zukunft auch wir vor einer solchen Kulisse spielen." Was allerdings noch zu beweisen wäre.

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