Sport : Das Training dient den Stars zum Probieren

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Für Jenson Button war der Nürburgring bisher ein Buch mit sieben Siegeln. Genau sechs Sekunden nach 14 Uhr raste er im BMW-Williams nach 1:19,808 Minuten über die Ziellinie, und markierte als Kurs-Neuling die Bestzeit aller 22 Formel-1-Fahrer im Freien Training. "Das tut der Seele schon ganz gut", kommentierte der 20 Jahre alte Engländer aus Bicester wie ein gestandener Formel-1-Profi. Und er lieferte die Einordnung seiner Leistung sofort nach: "Es war eben nicht das Qualifying. Wenn ich dann unter den zehn Besten bin, wäre alles okay." Mit 42 Runden auf dem 4,556 km langen Kurs war Button auch einer der Fleißigsten beim ersten Abtasten für den Großen Preis von Europa am Sonntag.

Die WM-Favoriten nutzten die zwei Sektionen von jeweils einer Stunde traditionell nur zur Abstimmung ihrer Fahrzeuge. So erklärt sich auch der zweite Rang von Alexander Wurz (Benetton-Playlife), der sich ebenfalls vor den zwei Silberpfeilen platzierte. David Coulthard und Mika Häkkinen hatten ihr Tagesprogramm nach jeweils 25 Runden erfüllt, während die ihnen folgenden Michael Schumacher (Ferrari/35) und dessen Bruder Ralf (BMW-Williams/14) ebenfalls mit dem Erreichten nicht unzufrieden waren.

"Wir sind im Soll, eine gute Grundlage für die entscheidenden Tage ist gelegt", sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug. Auch WM-Spitzenreiter Michael Schumacher gab sich entspannt: "Wir experimentierten ein wenig. Das Auto fühlt sich gut an." Prost-Pilot Nick Heidfeld hob ebenfalls das Positive heraus, das für ihn in 37 störungsfrei absolvierten Runden bestand. Nur bei Heinz-Harald Frentzen (Jordan-Mugen-Honda) ging es turbulent zu. 18 Runden und starkes Untersteuern sind kein gutes Zeichen.

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