• „Das war so ein Jugendstreich“ Rudi Gores über den Spitznamen Osram für Jupp Heynckes

Sport : „Das war so ein Jugendstreich“ Rudi Gores über den Spitznamen Osram für Jupp Heynckes

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Jupp Heynckes ist gestern als neuer Trainer von Schalke 04 der Öffentlichkeit vorgestellt worden, heute leitet er zum ersten Mal das Training. Auch Rudi Gores hat einmal unter Heynckes trainiert, bei Borussia Mönchengladbach war das, in der Saison 1979/80.

Herr Gores, im Zusammenhang mit dem Wechsel von Jupp Heynckes zu Schalke 04 ist in den vergangenen Tagen häufig der Spitzname Osram aufgetaucht. Wolfram Wuttke wird immer als dessen Urheber genannt …

Ja, aber Wolfram Wuttke hat den Namen gar nicht erfunden. Den habe ich in die Welt gesetzt. Nicht, dass ich mich da groß für rühme. Das war mehr so ein Jugendstreich. Ich war damals 21.

Wissen Sie noch, wie Sie auf Osram gekommen sind?

Als der Jupp seine Karriere als Spieler beendet hat, war er zuerst Kotrainer unter Udo Lattek. Und nur ein Jahr später, 1979, ist er schon Cheftrainer bei uns geworden. Wie alt war er da? Mitte 30, relativ jung also. Und auf einmal war er für so eine gestandene Bundesligamannschaft verantwortlich… Da ist er eben manchmal rot angelaufen. Wie eine Glühbirne. Ich erinnere mich noch, dass es damals eine Reklame für OsramGlühbirnen gab. So ist das gekommen.

Und die Mannschaft hat den Namen gleich freudig aufgegriffen.

Nee, Sie wissen doch, wie so was funktioniert. Das war eine scherzhafte Bemerkung, und einige fanden das halt lustig. Aber der Name hat ja nichts mit seiner Qualifikation zu tun. Der Jupp war immer ein guter Trainer.

Haben Sie wegen des Namens Osram Ärger mit ihm bekommen?

Nein. Ich bin zwar 1980 zum MSV Duisburg gegangen, weil ich ein paar Probleme mit ihm hatte. Aber das war nicht wegen Osram. Ich weiß nicht einmal, ob der Jupp das überhaupt mitbekommen oder gewusst hat. Später hat er mal zu mir gesagt: Du wärst besser hier geblieben.

Heynckes gilt als Disziplinfanatiker. War er das damals schon?

Das war er. Er hat halt Hennes Weisweiler als Trainer gehabt, und wenn man Hennes Weisweiler als Trainer gehabt hat, dann weiß man, wie man sich zu benehmen hat. Wir hatten jedenfalls höllischen Respekt vor ihm.

Die Fragen stellte Stefan Hermanns.

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