Das Wort zum Spieltag : DOPPELPACK

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Doppelt oder nichts: Schahin. Foto: Reuters Foto: REUTERS
Doppelt oder nichts: Schahin. Foto: ReutersFoto: REUTERS

Die Brüder Cebinac kamen als Zwillinge zur Welt, quasi im Doppelpack. Der talentiertere der beiden, Zvezdan, auch Zick-Zack-Cebinac genannt, überzeugte vor einem guten halben Jahrhundert die Bosse des 1.FC Köln von seinem Können. Doch anschließend drehte er ihnen eine Mogelpackung an – seinen weniger talentierten Bruder. Auch Sidney Sam mogelte, als er seinem Arbeitgeber aus Leverkusen nichts von seinen Problemen mit der Justiz erzählte. Die Folge seines Handelns kam nun im Doppelpack: Geldstrafe und Führerscheinentzug. Sam antwortete mit zwei Toren gegen Fürth. Damit bewirbt er sich zwar auf die Nachfolge von Toni „Doppelpack“ Polster, den einstigen König dieser Disziplin. Doch Sam ist nur Außenseiter bei der Wahl, Widersacher eines absoluten Könners: Dani Schahin. Als seine Fortuna am Wochenende die ersten Gegentore der Saison kassierte – natürlich im Doppelpack – schnürte er wieder diesen sagenumwobenen Pack mit zwei Waren gleichen Inhalts.

Darunter gibt er sich nicht zufrieden; entweder trifft er doppelt oder gar nicht. Schahin, der Purist. Einzige Ausnahme: Er kam nicht als Doppelpack auf die Welt. Sören Mannschitz

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