Das Wort zum Spieltag : FEUERWEHRMÄNNER

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Sie bricht soeben an, die Zeit der Feuerwehrmänner. Drei Spieltage bleiben, um zu retten, was zu retten ist. Brände, die seit vielen Tagen schwelen, beginnen zu lodern. Und wenn die Flammen dann die Chefetage erreichen, die Stühle der Sportdirektoren und Manager, die Sessel der Präsidenten und ihre Geldsäcke, wurde schon so mancher Hintern heiß. Dann greifen sie hastig zum Telefon, eins, eins, zwei:„Hallo, Peter Neururer? Ach, Sie sind schon in Bochum? Mist!“ Die Nummer von Friedhelm Funkel und Felix Magath? Lieber nicht.

Sie bricht soeben an, die Zeit der Feuerwehrmänner. Und doch wird an den letzten drei Spieltagen in der Bundesligasaison keiner nach ihnen rufen. Höchstens noch bei Werder Bremen, wo eine ganze Mannschaft am Zündeln ist. Was tun, wenn’s brennt? Doch lichterloh lodert es ja nirgendwo. Komisch eigentlich. Beim ersten feststehenden Absteiger Greuther Fürth kam es in dieser Saison kaum mal zum echten Flug der Funken. Und in Hoffenheim ist er längst wieder fort, der Feuerbekämpfer Marco Kurz. Seitdem nun Markus Gisdol übernommen hat, ist all der Rauch verzogen. Gisdol, gleichso Markus Weinzierl bei Abstiegskonkurrent Augsburg, ist kein Mann, um den fußballerischen Untergang zu verhindern. Gisdol verkündet die Auferstehung.

In Schönheit sterben. Lautet nun das Motto in Hoffenheim. Vielleicht auch in Augsburg? Das gilt es nun für beide Trainer zu widerlegen. Und selbst wenn es beiden Trainern nicht gelingen sollte, den Abstieg zu verhindern, dürfen sie wohl ihre zuletzt sehr erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Bei einem Feuerwehrmann wäre das anders.Benjamin Apitius

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