Das Wort zum Spieltag : WETTBEWERBS- VERZERRUNG

Köpfe unten. Der Jugend-HSV. Foto: dpa
Köpfe unten. Der Jugend-HSV. Foto: dpaFoto: dpa

Es blieben nur vierzig Stunden. Vierzig nach Wettbewerbsverzerrung schreiende Stunden zum „Schlafen, Essen, Schlafen, Essen“, so Mirko Slomka. Der Trainer von Hannover 96 musste in dieser kurzen Zeit aber auch seine Mannschaft aufrichten, das enttäuschende Ausscheiden in der Europa League am Donnerstag gegen Machatschkala steckte seinen Spielern noch in den Köpfen. Und in den Knochen. Doch am Sonnabend wartete bereits der ausgeruhte Hamburger SV in der Bundesligakonferenz. Zuvor waren Hannover immerhin stets mehr als sechzig Stunden geblieben zwischen den internationalen Auftritten und den nationalen. Donnerstags hier, sonntags da, keine Ahnung gegen wen als Nächstes, keine Ahnung gegen wen als Letztes. Nach zwei Mal schlafen und zwei Mal essen ging es also gegen, wen noch mal, ach ja, die emporstrebenden Hamburger. Und die Niedersachsen klopften sich ein weiteres Mal die Erschöpfung von den Kleidern und schlugen die Gäste hochverdient und zu aller Überraschung 5:1. Von Wettbewerbsverzerrung wollte bei den Siegern nun niemand mehr sprechen. Doch Thorsten Fink sah sich nun irgendwie im Nachteil. Denn gegen die nimmermüden Hannoveraner habe seine Elf ausgesehen „wie ein Jugend-Team, das gegen eine Herrenmannschaft spielt“, wie Fink sagte.

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