Sport : Daum-Affäre: Ein "Dampfplauderer" und nicht seriös

Sportdirektor Karlheinz Förster, Mediendirektor Hans Müller und Trainer Ralf Rangnick vom Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart haben Jimmy Hartwig wegen dessen Behauptung, Christoph Daum habe Kokain genommen, scharf kritisiert. "Ich halte Hartwigs Aussagen für skandalös. Sie können nicht stimmen", sagte Förster über seinen ehemaligen Nationalmannschaftskollegen. "Er gießt nur Öl ins Feuer." Müller meinte: "Karlheinz und ich wissen, wie der gestrickt ist. Er kommt jetzt irgendwo rausgekrochen. Jimmy ist ein Dampfplauderer."

Beide vertraten die Ansicht, Hartwig gehe es nur darum, sich mit seinen schwer wiegenden Beschuldigungen in den Vordergrund zu spielen. Der ehemalige Bundesligaprofi des TSV 1860 München, Hamburger SV, 1. FC Köln und FC Homburg hatte zudem andere Fußballer beschuldigt, Drogen genommen zu haben. Rangnick kritisierte auch die Medien: "Eigentlich dürfte zu diesem Thema niemand Hartwig fragen." Er empfinde im Fall Daum Betroffenheit und Beklommenheit. Der VfB-Trainer gab seinem Kollegen Frank Pagelsdorf vom Hamburger SV Recht, der empfohlen hatte, keiner solle in dieser Frage mit dem Finger auf andere zeigen.

Auch Uli Hoeneß griff den Ex-Hamburger hart an. "Wer einen so charakterlosen Menschen wie Herrn Hartwig hernimmt, um irgendeine These zu untermauern, der ist unseriös", erklärte der Manager von Bayern München. Hartwig sei seit 20 Jahren nicht mehr im Geschäft. "Er hat keine Ahnung von allem, was er da sagt."

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