David Odonkor : "Ich habe keine Angst"

David Odonkor über die Schweinegrippe in Sevilla, Impfungen und die Angst sich anzustecken

Dominik Bardow
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Foto: dpa

Herr Odonkor, bei ihrem Verein Betis Sevilla sind 13 Spieler an Schweinegrippe erkrankt. Wie geht es Ihnen?



Mir geht es gut. Die ganze Mannschaft wurde letzte Woche getestet und bis jetzt habe ich keine Schweinegrippe. Am Wochenende, als unser Ligaspiel ausgefallen ist, war ich bei meiner Familie in Deutschland und habe mich da fit gehalten. Seit Montag trainieren hier auch wieder alle. Natürlich husten einige Spieler noch, aber die Gefahr, sich anzustecken, ist ja nach einer Woche vorbei.

Welche Vorsichtsmaßnahmen gelten denn nun bei Betis?

Wir haben eine Schulung bekommen: Wenn man husten muss, soll man sich den Handrücken vor den Mund halten oder in den Ellbogen husten. Oder man soll nicht aus der selben Wasserflasche trinken. So Kleinigkeiten, an die man sonst nicht denkt, bei denen man sich aber schnell anstecken kann. Aber das kannte ich alles schon aus dem deutschen Fernsehen. Das schaue ich auch hier.

Wurde die Mannschaft denn nicht gegen die Schweinegrippe geimpft?

Wir wurden ganz normal gegen Grippe geimpft, aber nicht gegen Schweinegrippe. Das ist auch nicht geplant.

Wollen Sie sich denn privat impfen lassen?

Nein. Ich weiß ja nicht, was das für ein Impfstoff ist. Ich habe gehört, dass Leute in Deutschland nach der Impfung zusammengebrochen sind und Fieber hatten.

Keine Angst, sich anzustecken?

Nein, ich mache mir da keine Gedanken.

Erst der Abstieg , dann die Schweinegrippe – überlegen Sie da nicht zurückzukehren?

Am Anfang hat man sich Gedanken gemacht, jetzt nicht mehr. Meine Familie und ich genießen jeden Tag in Sevilla.

Die Fragen stellte Dominik Bardow.

David Odonkor, 25, stieg vor der Fußball-WM 2006 zum Nationalspieler auf. Danach wechselte er von Borussia Dortmund zu Betis Sevilla. Im Sommer stieg er dort in die Zweite Liga ab.

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