David Storl übertrifft erstmals die 22 Meter : Die magische Marke

Kugelstoß-Weltmeister David Storl hat erstmals in seiner Karriere die 22-Meter-Marke übertroffen und seine eindrucksvolle Siegesserie fortgesetzt. 100-Meter-Sprinter Justin Gatlin triumphiert in Lausanne mit einer Superzeit.

Reinhard Sogl
David Storl baute seine Führung in der Gesamtwertung der hochkarätigen Sportfestserie aus.
David Storl baute seine Führung in der Gesamtwertung der hochkarätigen Sportfestserie aus.Foto: dpa

Die Regie im Stade Olympique von Lausanne griff zur Feier des neuen Meeting-Rekords auf die Altrocker zurück. Wie vor acht Jahren dröhnte „Satisfaction“ über die Pontaise, aber diesmal nicht live gespielt von den Rolling Stones, sondern aus der Konserve. David Storl war das wohl reichlich egal. Der Kugelstoßer aus Sachsen hatte beim 40. Athletissima am Donnerstag das mit 14 000 Zuschauern ausverkaufte Stadion hoch über dem Genfer See gerockt, als er im vierten Versuch das Rundeisen auf 22,20 Meter wuchtete.

Erstmals in seiner Karriere übertraf der zweimalige Weltmeister vom SC DHfK Leipzig damit die magische Marke. „Die Erleichterung ist groß, nachdem ich den 22 Metern so lange hinterher war“, sagte Storl erstaunlich gelassen. Nur Weltrekordler Ulf Timmermann (23,06) aus dem Jahr 1988 und Udo Beyer (22,64 in 1986) liegen vor Storl. Damit gewann der 24-Jährige im Rahmen des Diamond-League-Meetings vor dem US-Trio Joe Kovacs (21,71), Reese Hoffa (21,30) und Christian Cantwell (20,94). Storl baute seine Führung in der Gesamtwertung der hochkarätigen Sportfestserie aus und rückte bis auf 15 Zentimeter an die Jahresweltbestleistung von Kovacs heran.

Der Deutsche sorgte damit für den ersten Höhepunkt des Meetings, das eigentlich zum großen Showdown der in diesem Jahr schnellsten Männer der Welt gejazzt worden war. Den hohen Erwartungen im Rennen über 100 Meter entsprach dann aber nur Justin Gatlin, der seine fast zwei Jahre währende Siegesserie ausbaute und in 9,75 Sekunden nur eine Hundertstel über seiner Jahresweltbestleistung und dem persönlichen Rekord blieb. Bei regulärem Wind folgten der Jamaikaner Asafa Powell und Tyson Gay, die wie Gatlin schon eine Dopingsperre abgesessen haben, deutlich abgeschlagen mit je 9,92 Sekunden auf den Plätzen.

2 Kommentare

Neuester Kommentar