Davis-Cup : Aus der Traum

Das Deutsche Team um Tommy Haas blieb gegen Argentinien chancenlos. Der Traum, ein Mal in seiner Karriere den Davis-Cup mit Deutschland zu gewinnen bleibt für den 33-Jährigen Haas somit wahrscheinlich unerfüllt.

Petra Philippsen
Tommy Haas (r.) konnte die Enttäuschung ob der Niederlage im Doppel mit Philipp Petzschner (l.) gegen David Nalbandian und Eduardo Schwank in fünf Sätzen schwerlich verbergen. Foto: dapd
Tommy Haas (r.) konnte die Enttäuschung ob der Niederlage im Doppel mit Philipp Petzschner (l.) gegen David Nalbandian und Eduardo...Foto: dapd

Bamberg - Thomas Haas saß am Samstagabend konsterniert auf dem Podium, die dunkle Baseballmütze tief ins Gesicht gerückt. Seinen leeren Blick konnte sie dennoch nicht verbergen. Viel hatte sich Haas von seiner Rückkehr ins deutsche Team erhofft, mehr noch, geträumt hatte der 33-Jährige. Von seinem größten Wunsch seit Kindertagen, dem Davis-Cup-Sieg, der sich für ihn erfüllen sollte. Doch nachdem Haas an der Seite von Philipp Petzschner im Doppel unterlegen war und es damit 3:0 für Argentinien stand, wusste Haas, dass es wohl ein ewiger Traum bleiben würde. Die bittere Realität heißt nun Relegation statt Viertelfinale. Deutschland kämpft im September um den Verbleib in der Weltgruppe. Der Gegner wird am 11. April ausgelost.

Ob Haas dann im September noch dabei sein würde, wusste er selber nicht. „Bis dahin kann so viel passieren“, sagte er, „es ist alles zu weit weg.“ Sie waren dicht dran gewesen am Samstag, es nach dem verpatzten Auftakt zumindest in die Verlängerung am Sonntag zu schaffen. Philipp Petzschner hatte das erste Einzel, Florian Mayer das zweite verloren. So stand es vor dem Doppel von Haas und Petzschner schon 0:2. Trotzdem gingen die Deutschen mit 2:0 nach Sätzen in Führung. Petzschner vergab die Chance auf einen Breakball beim 4:4 im dritten Satz, danach kippte die Partie.

Den bedeutungslosen einzigen Punkt holte am Sonntagabend Debütant Cedric-Marcel Stebe durch ein 7:6 (7:1), 7:5 gegen Eduardo Schwank. Florian Mayer hatte zuvor auch sein zweites Einzel verloren. Petra Philippsen

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