Sport : De Camargo sei Dank

Mönchengladbach besiegt Limassol mit 2:0 und erreicht die nächste Runde der Europa League.

Hanke im Huckepack. Gladbachs Stürmer nutzt Carlitos als Ablagefläche. Foto: dpa
Hanke im Huckepack. Gladbachs Stürmer nutzt Carlitos als Ablagefläche. Foto: dpaFoto: dpa

Mönchengladbach - Dank Igor de Camargo überwintert Borussia Mönchengladbach in der Europa League. Trotz einer über weite Strecken schwachen Leistung bezwang der Bundesligist am Donnerstagabend den AEL Limassol aus Zypern am Donnerstagabend mit 2:0 (0:0). Fünf Minuten nach seinen Einwechslung war de Camargo in der 79. Minute mit einem Flachschuss von der Strafraumgrenze erfolgreich, in der ersten Minute der Nachspielzeit traf der Belgier ein zweites Mal. Die Gladbacher nutzten damit die Vorlage von Fenerbahce Istanbul und qualifizierten sich vorzeitig für die Zwischenrunde. Die Türken gewannen bei Olympique Marseille mit 1:0 und sicherten sich damit den Sieg in Gruppe C. Gladbach startet als Zweiter in die K.-o.-Runde. Das letzte Spiel der Borussia am Bosporus ist bedeutungslos geworden.

Vor 40 164 Zuschauer im Borussia-Park hatte das Team von Trainer Lucien Favre große Schwierigkeiten mit den Zyprioten. Der Elf vom Niederrhein, der in den letzten fünf Pflichtspielen nur ein Sieg gelungen war, wirkte verunsichert. Glück hatte die Borussia, dass Bebe gleich zu Beginn einen Ball verstolperte und diese Chance für die Gäste dahin war. Danach setzten sich die Gladbacher in der Hälfte des sechsmaligen Zypriotischen Meisters fest. Allerdings fehlte die Genauigkeit im Zuspiel, hinzu kamen Leichtsinnsfehler. Torhüter Marc-André ter Stegen leistete sich einige Patzer, die allerdings folgenlos blieben. Als nach einer Arango-Flanke Alexander Ring die größte Gladbacher-Chance vergeben hatte – der Argentinier Matias Degra im Tor von Limassol hielt stark – gab es sogar Pfiffe für das Heimteam. „Es liegt an uns. Wir müssen uns zusammenreißen und mit Selbstvertrauen nach vorne spielen“, sagte Sportdirektor Max Eberl in der Halbzeitpause.

Und so kam es – auch wenn es etwas dauerte. Auch in der zweiten Hälfte passierte lange gar nichts: Limassol tat überhaupt nichts für die Offensive, die Gastgeber waren vor dem Tor weiterhin zu harmlos. Dann wurde es in der letzten Viertelstunde doch noch turbulent: Limassols Bebe holte Patrick Herrmann kurz vor der Strafraumgrenze von den Beinen und sah für die Notbremse die Rote Karte. Mit dem folgenden Freistoß traf Juan Arango nur den Außenpfosten. Wenig später bediente Havard Nordtveit den gerade für Mike Hanke eingewechselten de Camargo, der traf – und in Gladbach war alles wieder gut. Richtig gefeiert wurde dann, als Camargo sein nächstes Tor erzielte und auch das Ergebnis aus Marseille bekannt wurde. dpa

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