Sport : Debakel I

Lustlose Kölner verlieren 0:4 gegen Hoffenheim

Christiane Mitatselis

Köln - Zvonimir Soldo sah am Samstagnachmittag sehr blass aus. Der Trainer des 1. FC Köln schüttelte oft den Kopf und schaute noch häufiger frustriert zu Boden – so als mochte er das Elend auf dem Platz nicht mitansehen. Mit 0:4 (0:2) ließ sich der 1. FC Köln vor 45 000 Zuschauern von der TSG Hoffenheim abfertigen. Die Gäste mussten sich nicht einmal besonders anstrengen, um die derangierten Kölner an die Wand zu spielen. „Das war eine desolate Leistung meiner Mannschaft“, sagte Soldo. „Wir waren keine Einheit und haben uns nicht gegenseitig unterstützt.“

Die Kölner setzten der Spielstärke der Hoffenheimer vor allem Lustlosigkeit entgegen. Die Gäste konnten ihr Kombinationsspiel somit über weite Strecken in voller Schönheit entfalten. Knapp fünf Minuten waren gespielt, da zog Carlos Eduardo unbedrängt aus etwa 25 Metern ab und traf zum 1:0. Noch dummer sah die Kölner Abwehr fünf Minuten später aus, als Miso Brecko gegen Chinedu Obasi halbherzig verteidigte und der Hoffenheimer mühelos per Kopf das 2:0 erzielte.

Der FC wurde in Gestalt von Petit, Maniche und Lukas Podolski, der sich die fünfte Gelbe Karte einhandelte, nur durch teilweise rüde Fouls auffällig. Das 0:3 verschlief der FC kollektiv: Die zweite Halbzeit war 27 Sekunden alt, als Demba Ba sich an der Strafraumgrenze durchsetzte und zum 3:0 traf. Das Spiel war entschieden, in der 90. Minute traf der eingewechselte Vedad Ibisevic noch zum 4:0. Christiane Mitatselis

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