DEL : Ein Drittel gut, drei Punkte

Die Eisbären siegen etwas glücklich 5:2 in Krefeld. Immerhin besinnen sich die Berliner im zweiten Drittel auf alte Stärken.

Krefeld - Besonders ideenreich hatten die Spieler der Eisbären zuletzt in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) nicht gewirkt. Manche Vorstellung der Berliner im Januar fiel doch eher matt aus, zumal das Personal von Trainer Don Jackson in diesem Monat sieben Mal verlor. Gestern aber zeigten die Eisbären bei ihrem Gastspiel im Krefelder Königpalast zumindest im zweiten Drittel, dass sie durchaus noch passabel Eishockey spielen können. Das reichte ihnen in ihrem letzten Auftritt vor der Länderspielpause zu einem etwas glücklichen 5:2 (0:0, 4:2, 1:0)-Erfolg bei den Krefeld Pinguinen.

Es war ein Spiel, dass sich erst im Mittelabschnitt von einem Langweiler zu einer munteren Partie entwickelte. Zuvor waren beide Teams meist ohne Körperkontakt und eher behäbig über das Eis gerutscht. Schließlich aber weckte eine Aktion des schnellen Berliner Stürmers Richard Mueller beide Teams auf: Krefelds Torhüter Reto Pavoni ließ den harmlosen Schuss von Mueller durch seine Schoner kullern, die Eisbären führten 1:0. Wenig später glich Krefeld durch Boris Blank aus. Dann nahmen sich die Pinguine eine kollektive Auszeit während des laufenden Spiels. Binnen 101 Sekunden kamen die Eisbären zu drei Treffern. Tyson Mulock, Constantin Braun und Nathan Robinson waren die Torschützen. Nach Robinsons Tor war Pavonis Arbeitstag beendet, Daniel Kovacic rückte für den Schweizer ins Krefelder Tor. Die Pinguine wurden wieder munterer, kamen noch im zweiten Abschnitt zum 2:4 durch Patrick Hager.
Zum Ende des wieder schwächeren letzten Berliner Drittels gelang Tobias Draxinger noch das Tor zum 5:2, nachdem Kovacic zugunsten eines sechsten Feldspielers das Krefelder Tor verlassen hatte. Den Sieg hatten die Berliner vor allem ihrem Torwart zu verdanken: Dank Rob Zepp hatten sie zuvor ihren Zweitorevorsprung bis in die Schlussphase retten können. „Zepp hat den Unterschied ausgemacht“, sagte Trainer Jackson schließlich auch.

Neun Punktspiele haben die Eisbären nun noch vor den Play-offs zu absolvieren. Das erste davon am 12. Februar, nach der Pause in der DEL. Dann geht es mit einem Spiel in Köln für die Eisbären weiter.

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